Mittwoch, 23. Juni 2021
Sonntag, 30. Mai 2021

Mit Farbklecksen Zeichen gesetzt

Sophie (l.) und Theresa beim Bemalen der BetonwandFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Langenreichenbach. Auch die Schalmeien beteiligten sich am Wochenende an der Aktion "Zeit für einen Neustart".

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„Zeit für den Neustart“ heißt eine Aktion des Landessportbundes, mit der Sportvereine auf ihre prekäre Lage in der Corona-Pandemie aufmerksam machten. Mit kleinen Wettbewerben, Mitmachangeboten und gemeinsamen Trainingseinheiten wollten sie Mitglieder aber auch Interessierte für einen (Wieder-)Einstieg in den Vereinssport begeistern. Auch die Schalmeien aus Langenreichenbach sind auf Grund der Tradition der Turnermusiker im Landessportbund organisiert. Und so lag es nah, dass Vereinschefin Sylvia Saalbach mit ihren Leuten diesmal bei einem „Streichkonzert“ auf dem Vereinsgelände Farbe bekannte. 

Bereits am Freitagnachmittag wurden unter Anleitung von Kathrin Hasenbein die ersten Ideen auf eine das weitläufige Areal begrenzende Betonmauer gebannt. Ob Notenschlüssel oder Schriftzüge – alles wurde am Wochenende dann auch noch mit bunten Farben versehen. Wer nicht zum Pinsel griff, nahm einfach seine Hände und tupfte damit fröhliche Signalfarben auf den tristen Beton. So zum Beispiel Sophie (7) und Theresa (9) von der Rasselbande – der jüngsten Nachswuchsgruppe des Vereins. Daneben hantierte Larissa mit Farbpalette und Pinsel. Die Zwölfjährige engagiert sich seit der 3. Klasse bei den Langenreichenbacher Schalmeien und tönt aus dem Orchester derzeit mit einer Sopran-Stimme. Wie der Umgang mit ihrem Instrument bereiteten Larissa auch die bunten Farbkleckse viel Freude.

Auch für die Langenreichenbacher Musiker ist es längst Zeit für einen Neustart. Seit November sei die Gruppenarbeit lahmgelegt, betonte die Vereinsvorsitzende Sylvia Saalbach. Ein gemeinsames Musizieren stoße aber auf digitalem Wege stets an Grenzen. In einem Orchester zähle aber das persönliche Miteinander, sagte Saalbach. Doch genau hier habe Corona in den vergangenen Monaten mächtig dazwischengefunkt. Zudem braucht der Verein derzeit jeden Cent. Der Um- und Ausbau des Vereinsheims – auf der Baustelle waren am Samstag auch Eltern und erfahrene Musiker zu finden – ist trotz enormer LEADER-Förderung sehr kostspielig.


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