Montag, 21. Juni 2021
Donnerstag, 3. Juni 2021

Katja Bachmann: "Die Affen sind ausgeflippt"

Katja Bachmann, Managerin des O-Schatz-Parkes: „Zum Glück geht es jetzt wieder los. Das freut die Tiere genauso wie uns Menschen.“Foto: Christian Kunze

Von unserem Redakteur Christian Kunze

Mensch und Tier freuen sich über den wiedereröffneten O-Schatz-Park

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Oschatz. Seit Kurzem ist er wieder offen – der O-Schatz-Park, im Nachgang der Landesgartenschau 2006 in Oschatz betrieben von der Lebenshilfe Regionalvereinigung Oschatz. Als Werkstätte für Menschen mit Behinderung obliegt der eintrittsfreie Familienpark besonderen Regeln in der Corona-Pandemie. Managerin Katja Bachmann sagt, welche das sind, welche Wirkung der Park nach außen hat – und welche tierischen Neuzugänge es gibt.

 

SWB: Der Park war seit Mitte Dezember geschlossen. Worauf können sich Besucher jetzt freuen?
Katja Bachmann:
Auf neue Tiere! Drei Shetland-Ponys, französische Zwergschafe und zwei Kängurus haben ihre Gehege bezogen. Im September folgen zwei Weißstörche. Allesamt kommen sie aus dem Tierpark in Meißen zu uns. Dessen Betreiber geht in den Ruhestand und findet keinen Nachfolger.


Wird es da nicht etwas eng im Tierpark?
Nein. Über den Winter mussten wir uns auch von Tieren trennen – ein Erdmännchen und ein Papagei starben. Die Einsamkeit ohne Besucher bleibt nicht folgenlos. Vier Ziegenbabys wurden von ihrer Mutter nicht angenommen. Aber zum Glück geht es jetzt wieder los. Das freut die Tiere genauso wie uns Menschen. Unsere Affen sind vor Freude ausgeflippt, als die ersten Gäste kamen.


Im Park gibt es aber nicht nur Tiere …
Richtig. Und mit fortwährenden Lockerungen der Corona-Regeln ist wieder mehr möglich. In den ersten Tagen waren das Labyrinth, der Minigolfplatz, die E-Cars, das Ponyreiten, der Schatzpark und die Hüpfburg noch tabu. Nun öffnen wir schrittweise wieder. Wir haben zudem Gehege erneuert, die Wege ausgebessert und übliche Instandhaltungsarbeiten standen auch an. Der Zugang zum Park ist gegen Corona Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten möglich.


Weshalb gilt die Testpflicht, es ist doch alles unter freiem Himmel ...
Ausschlaggebend ist die Außengastronomie. Sobald wir diese anbieten, ist zwingend ein Test notwendig. So sind nun mal die Regeln. Ein weiterer Grund, warum besondere Vorsicht geboten ist: Wir zählen als Werkstätte für behinderte Menschen, eine Risikogruppe. Die Innenbereiche sind übrigens nach wie vor geschlossen, Regelungen für Feiern gibt es noch nicht.


Wie nehmen die Gäste diese Einschränkungen auf?
Zwei von drei Besuchern zeigen Verständnis oder sind nach einer kurzen Erklärung damit einverstanden. Schließlich haben wir uns die Bestimmungen ja nicht ausgedacht. Die restlichen machen kehrt oder werden auch mal ungemütlich. Aber das sind, wie gesagt, die wenigsten. Wir können leider selbst keine Tests durchführen. In Oschatz und Umgebung gibt es mehrere Testzentren. Die Ergebnisse sind 24 Stunden gültig, dies sollte man ausnutzen.


Eigentlich sollte im Park in wenigen Tagen die dritte Kleine Gartenschau stattfinden …
Das Virus zwang uns und die Mitveranstalter, wieder abzusagen. Die Organisation ist ohne entsprechenden Vorlauf und verbindliche Zusagen von Künstlern und anderen Partnern nicht möglich. Wir bedauern dies sehr, denn die Kleinen Gartenschauen rufen Menschen aus nah und fern ins Gedächtnis, was hier einmal stattfand – eine Landesgartenschau. Das zeigt, was in Oschatz alles möglich ist. Solche Veranstaltungen machen den Park sachsen- und bundesweit bekannt. Das ist Potenzial, das wir brauchen, erst recht nach der Pandemie.


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