Montag, 26. Juli 2021
Sonntag, 6. Juni 2021

"Fb" hat noch Hunger auf Fußball - großen!

Leistungsträger und Routinier beim TSV 1862 Schildau: Sebastian "Fab" Fabritius. Foto: TZFoto: ?

Von Norbert Töpfer

Sebastian Fabritius zählt zu den Routiniers  im Team des TSV 1862 Schildau. Inzwischen bringt sich "Fab" auch stark in das Vereinsleben des TSV ein.

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Sebastian Fabritius zählt zu den Routiniers und gleichzeitig Leistungsträgern im Team des TSV 1862 Schildau. Der 34-Jährige hat schon in höheren Klassen gespielt als in der Nordsachsenliga, in der das Team von Trainer Patrick Otto in der wegen der Corona abgebrochenen vergangenen Saison nur Rang acht unter 15 Mannschaften belegte. Der Buchhalter, der in Klitzschen wohnt und in Elsnig bei der Gruber Agrartechnik GmbH tätig ist, denkt noch nicht an das Ende seiner insgesamt erfolgreichen Laufbahn. „Wenn ich mich nicht verletze, könnte ich mir noch zwei bis drei Jahre in unserem Team vorstellen“, sagt der Familienvater, der mit seiner Gattin Annika stolz auf die Kinder Mila (4) und Till (8) ist. Sohn Till spielt bereits bei den F-Junioren der Schildauer, die von Ricardo Ruff trainiert werden. „Ich unterstütze Ricardo gern beim Training, denn mit 16 Kindern ist das Üben manchmal doch recht schwer. Mir macht das viel Freude“, sagt Fabritius.

Seine schweren Verletzungen hat „Fab“, wie er von seinen Teamkollegen genannt wird, gut überstanden. Auch den Kreuzbandriss. „Ich hatte Glück im Unglück, denn nach sieben Monaten konnte ich wieder spielen.“ Als schönste Zeit beim TSV Schildau bezeichnet der Routinier, der sowohl im Sturm, im Mittelfeld und auch in der Abwehr spielen kann, die drei Jahre, als er mit den Schildauern 2015 zunächst nach einer super Serie Nordsachsenliga-Meister und Torschützenkönig wurde und sich dann zwei Jahre in der Landesklasse behauptete, ehe es wieder zurück in die Nordsachsenliga ging. „Das war unter Trainer Olrik Schulze eine tolle Zeit. Es war eine geile Truppe. Ich denke dabei sofort an Jungs wie Robert John, Herre, Michael Czisewski, Robert Sablottny und Jens Gesse, um nur einige aus unserer starken Mannschaft zu nennen. Da waren auch einige Spieler dabei, die inzwischen in Leipzig wohnten und nicht nur zu den Spielen anreisten, sondern auch als Fahrgemeinschaft zu Training kamen“, erinnert sich Fabritius genau.

Als Fabritius während seiner Armeezeit in Leipzig wohnte, wechselte er von Torgau zum SV Tresenwald. Mit dieser Mannschaft spielte er in der Bezirksklasse. „Allerdings war das zu stressig, als ich zurück nach Schildau gezogen bin. Der Fahraufwand war einfach zu groß.“ Einige Tolle Jahre erlebte Fabritius bei Hartenfels Torgau. Bereits als E-Jugendlicher wechselte er von Rot-Weiß Mehderitzsch, wo er unter Übungsleiter Gunther Schmidt begann, zu Blau-Weiß Torgau, das sich später in Hartenfels umbenannte. Dort spielte er in allen Altersklassen in der Bezirksliga unter Trainern wie Karsten Wehner und Steffen Schürz. Diese Zeit in der Jugend war die Beste überhaupt. Auch den Sprung ins Männerteam schaffte er und feierte mit diesem Team 2008 sogar den Aufstieg in die Bezirksliga. „Wir hatten uns mit Bad Düben einen harten Kampf an der Spitze geliefert. Die Schildauer mischten auch oben mit. Wir haben sie dann am letzten Spieltag im Hafenstadion empfangen und die Jungs um Patrick Tänzer mit 3:1 geschlagen. Und vor solch einer Traumkulisse von 800 Zuschauern mit Trainer Axel Frank aufzusteigen, vergesse ich nie.“

Bei der Frage nach seinen besten Mitspielern in seiner langen Karriere muss Fabritius nicht lange überlegen. Zuerst nennt er Rene Großmann, der für den SV 1919 Grimma lange in der Oberliga spielte. „Das war ein klasse Stürmer. Auch mein Schildauer Teamkollege Robert John war ein super Mann. Und nicht zu vergessen bei Hartenfels `Bache´, ´Scruppe´ und ´Töpper`. (Anmerkung der Redaktion: Gemeint sind Nico Bachmann, Christian Scaruppe und Christian Töpfer). Bei denen hat es auch charakterlich gepasst.“

Ein später sportlicher Höhepunkt war 2016 für „Fab“ das Landespokal-Heimspiel gegen Regionalligist VFC Plauen. „Das Spiel werde ich nie vergessen, auch weil wir uns mit der 0:1-Niederlage so gut verkauft haben.“ Immerhin 450 Zuschauer sahen das Match in der Gneisenaustadt. Schildaus Vereinschef Uwe Tempel ist froh, dass er einen Mann wie Fabritius hat. „Sebastian ist nicht nur als Leistungsträger in der Mannschaft wertvoll für uns. Er bringt sich auch neben dem Platz stark ins Vereinsleben ein. Zum Beispiel beim Training mit den F-Junioren und bei der Organisation von Veranstaltungen.“

Auch Trainer Patrick Otto setzt weiter auf Fabritius: „Wenn Fab keine Verletzungen hat, ist er für uns mit seiner Kaltblütigkeit vor dem Tor unersetzbar“. Fabritius, wohnhaft in Klitzschen, hat sogar eine Archivarin. Seine Mutter sammelt seit seinem Karrierebeginn jeden Zeitungsausschnitt der TZ, in dem er vorkommt.

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