Mittwoch, 23. Juni 2021
Dienstag, 8. Juni 2021

Fußballgucken in Gesellschaft?

Dicht gedrängt schauten die Torgauer am 13. Juni 2012 auf dem Markt das Spiel Niederlande gegen Deutschland in Charkow. Ein solches Derby wird bei der diesjährigen EM frühestens am 28. Juni zum Achtelfinale in einigen Torgauer Gaststätten übertragen. Foto: Christian Wendt

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Corona ist noch nicht vorbei, da droht die nächste Infektion. Am Freitag ziemlich genau um 15 Uhr wird europaweit die nächste Welle der Englischen Krankheit ausbrechen. Das "Infektionsgeschehen" läßt sich auch in Gaststätten Torgaus verfolgen.

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?Nahtlos, zu 100 Prozent aus Polyester und hört auf den Namen „Uniforia“ – das wird ab Freitag auf ausgewählten europäischen Wiesen das Streitobjekt schlechthin sein. Wie sich Teams mit jeweils elf Mitgliedern die Kugel gegenseitig abjagen und in des Gegners Maschen ballern wollen, wird dank niedriger Inzidenz-Werte auch in einigen Gaststätten Torgaus zu verfolgen sein.

Die Experten
Die Spiele der Europameisterschaft (EM) in ihrer Gaststätte „Herr Käthe“ zu zeigen. ist für Beatrix Dörge Herzensangelegenheit. „Wir sind anerkannte Fußballexperten“, macht die Inhaberin klar. So werde sie ab Freitag 15 Uhr jedes Spiel im Freisitz über einen entsprechenden Projektor auf eine Leinwand werfen. Was man für den Fußballgenuss bei ihr braucht? „Keine Maske, keinen Test und keinen Termin“, informiert Beatrix Dörge. Die Inzidenzen seien schließlich niedrig genug. Dazu gebe es die normale Karte des Restaurants.

Vermutlich bereits seit 2010 überträgt die Fußballbegeisterte  derartige Großereignisse. „Könnte damals die Weltmeisterschaft gewesen sein. Aber vielleicht war es auch schon 2008 zur EM?“, blickt sie zurück. Im Gespräch wird ihre Liebe zum runden Leder deutlich. „Wir haben auch schon nachts um drei Spiele geguckt“, ordnet sie ein. Egal ob internationales Turnier oder deutsche Vereinsmeisterschaft – Beatrix Dörge feuert gern zwei Teams an. Auf Vereinsebene seien das  RB Leipzig und die Bayern. „Zur EM drücken wir Deutschland und Italien die Daumen“, so Beatrix Dörge. Diese beiden Teams treffen frühestens am 28. Juni in Bukarest im Achtelfinale aufeinander. Dann hätte Deutschland die Gruppe F gewonnen und Italien wäre Dritter in der Gruppe A.

Die Premiere
Auch im DEJAVU und im DEJA lässt sich die Fußlümmelei europäischen Ausmaßes verfolgen. „Die 15-Uhr-Spiele zeigen wir in unserem Café in der Fischerstraße“, sagt Inhaberin Jessica Geithner. Die 21-Uhr-Spiele zeige sie in der Bar in der Ritterstraße. „Aber nur die frei empfangbaren“, schränkt sie ein. Darunter sind auch die drei Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft. Es ist ihr erster Versuch in Sachen Sportübertragung. „Sonst habe ich mich immer gedrückt“,  gesteht   Jessica Geithner. Zu beachtender Corona-Schutz? „Das, was gerade aktiv ist“, erläutert die Inhaberin.

Während die Vorrundenspiele auf beide Lokale aufgeteilt werden, sind die Spiele der Finalrunde nur im Café DEJA zu sehen. Ein mögliches Achtelfinale Deutschland gegen die Niederlande kann dort am 28. Juni geschaut werden, wenn Deutschland Erster in der Gruppe F wird und die Niederlande nur Dritter in der Gruppe C wird. Für das Finale am 11. Juli hat sie noch eine Besonderheit vorbereitet. „Es wird erstmals Fassbier im Café ausgeschenkt und ein Gewinnspiel zur EM  geben“,   informiert  Jessica  Geithner. Der Hauptgewinn? „Freibier.“

Nur Spiele des DFB-Teams
Wer Fußball möglichst bis zum 11. Juli im Kartoffelhaus schauen möchte, für den ist das Daumendrücken für die Kicker des DFB Pflicht. „Ich zeige nur die Spiele der deutschen Mannschaft“, macht Inhaber Michael Borisch klar. Sollte Deutschland nach der Vorrunde ausscheiden, werde er ebenso aus der Übertragung aussteigen. „Das Interesse an anderen Spielen ist nicht so hoch“, berichtet er von seinen bisherigen Erfahrungen in Sachen Sportübertragung.

Für den Biergarten hinter dem Kulturhaus hat Michael Borisch eine spezielle Karte zur EM vorbereitet. „Es gibt unter anderem Schmackhaftes frisch vom Grill“, ordnet der Inhaber der Gaststätte im Kulturhaus ein. Der Zugang erfolge über die Kleine Feldstaße.

 



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