Donnerstag, 5. August 2021
Donnerstag, 10. Juni 2021

Fahrzeug-Rochade bei der Feuerwehr

"Unser Arbeitstier", charakterisiert Thomas Bein das Löschfahrzeug. Doch bald wird unsortiert: das bisherige Löschfahrzeug verlegt nach Welsau und das Hilfeleistungslöschfahrzeug darf auf dessen Platz. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Wenn es nach Ortswehrleiter Thomas Bein geht, dann gibt es bald bei jeder Ortswehr Torgaus ein Fahrzeug mit Wassertank.

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Stadtwehrleiter Thomas Bein
Foto: Carolin Stützel

Wasser ist das Löschmittel Nummer 1, wenn die Feuerwehr anrückt. Idealerweise bringen die Löschmannschaften schon einen Vorrat auf dem Wagen mit, um damit den Löschangriff zu  beginnen. „Bisher fehlen bei einigen unserer Ortsfeuerwehren noch solche Fahrzeuge“, sagt Torgaus Stadtwehrleiter Thomas Bein. Deshalb wird das bisher in Torgau stationierte Löschfahrzeug nach Welsau abgegeben. „Am 26. Juni kommt es bei uns an“, freut sich Welsaus Ortsvorsteher Horst Raue. Im Gegenzug werde Welsau aber sein bisheriges Fahrzeug an Graditz weiterreichen, so Thomas Bein. „Dann fehlt nur noch den Staupitzer Kameraden ein Fahrzeug mit Wassertank“, ordnet der Stadtwehrleiter ein.

Platzmangel
Dieser Ringtausch ist dringend nötig, denn den Kameraden fehlt es an Platz. „Eins unserer Fahrzeuge steht aktuell in der Waschhalle, das Katastrophenschutzfahrzeug auf dem Hof“, macht Thomas Bein klar. Wenn dann also das bisherige Arbeitstier in der Flotte nach Welsau verlegt und die alte Drehleiter Ende Juni Torgau verlässt, kann auch in der Fahrzeughalle umsortiert werden.

„Das Löschfahrzeug ist 21 Jahre alt“, gibt Thomas Bein bekannt. Es sei immer noch hervorragend in Schuss und habe kaum Ausfallzeiten. In Torgau sei es bisher auf mehr als 100 Einsatzstunden pro Jahr gekommen. Die Verlegung nach Welsau ist für Thomas Bein in Ordnung. „Es ist ja immer noch in Stadtnähe“, bleibt er gelassen.

Laut Thomas Bein ist mit der Ankunft des Hilfeleistungslöschfahrzeuges Anfang April vorerst die Erneuerung der Fahrzeugflotte abgeschlossen. „Mehr ist im aktuellen Doppelhaushalt dazu nicht vorgesehen“, erläutert Thomas Bein. Dennoch gebe es keinen Stillstand. Dementsprechend wird die Atemschutzübungsanlage auf den neuesten Stand gebracht. „DIN-gerecht und computergestützt“, ordnet Thomas Bein ein. Die Arbeiten seien mit 110 000 Euro veranschlagt. „Wir hoffen aber auf eine Förderung in Höhe von 75 Prozent.“

Digitale Technik hält Einzug
Computergestützt sollen demnächst auch die Einsätze laufen. „Jedes Fahrzeug wird mit Tablets ausgerüstet“, informiert Thomas Bein. Mit Hilfe der entsprechenden Sensor- und Sendetechnik am Atemschutzgerät könne dann der Truppführer auf dem Tablet sehen, wie es um die Luftreserven der Kameraden im Einsatz bestellt ist. Weiterhin wurde im Feuerwehrgebäude neueste Wlan-Technik installiert.

Zum Schluss stehen noch Investitionen in die persönliche Schutzausrüstung an. „Zum Beispiel wollen wir unsere Helme erneuern“, blickt Thomas Bein voraus. Dafür müsse man pro Helm schon etwa 500 Euro einplanen. 

„Bisher hat uns die Stadt Torgau und der Landkreis immer gut unterstützt, wenn es um die Instandhaltung und Erneuerung der Technik ging“, ist sich Thomas Bein sicher, auch in den nächsten Jahren den nötigen Rückhalt für den Erhalt der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu haben.

 


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