Samstag, 31. Juli 2021
Sonntag, 20. Juni 2021

Brand gelöscht!

Nachdem der Hubschrauber zuerst das Wasser direkt aus der Elbe bei Elsnig holte, holte er sich wenig später das Wasser aus einen speziellen Tank, dem ein sogenanntes Netzmittel beigemischt war.Foto: Feuerwehr Elsnig

von unserem Redakteur Christian Wendt

Neiden. Der Waldbrand Am Österreicher ist gelöscht. Am Samstagabend gegen 18 Uhr stellte ein von der Bundespolizei bereitgestellte Hubschrauber die Löscharbeiten ein, nachdem fast alle Glutnester so gut wie erloschen waren.

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Ein Überflug mit einer Wärmebildkamera am Abend hatte jedoch noch vereinzelt Stellen im betroffenen 4000 Quadratmeter großen munitionsverseuchten Waldgebiet aufgezeigt, die mit dem Wasser aus der 2000 Liter fassenden Löschtonne des Hubschraubers nicht erreicht werden konnten.

Mit vier Wasserwerfern

Genau diesen Stellen widmeten sich am Sonntag noch einmal mehrere Feuerwehren. Etwa 60 Kameraden waren hierzu nach Angabe des Dommitzscher Stadtwehrleiters Bernd Schlobach mit vier Wasserwerfern im Einsatz. Jene Fahrzeuge können das Löschwasser bis zu 60 Meter weit auf Brand- und Glutnester werfen. In Absprache mit dem Kampfmittelräumdienst – dieser hatte noch am späten Donnerstagabend einen 1000-Meter-Bannkreis angeordnet, der von niemandem betreten werden durfte – rückten die Feuerwehren den wenigen Problemstellen von den Waldwegen aus zu Leibe.

Bereits am Samstagmittag hatte sich angedeutet, dass es in Sachen Brandbekämpfung gut aussieht. Elsnigs Bürgermeister Stefan Schieritz hatte gegenüber der Torgauer Zeitung von einer richtigen Entscheidung gesprochen, die Hilfe aus der Luft anzufordern. Dass es nicht – wie ursprünglich geplant – ein Hubschrauber aus dem anhaltischen Bundeswehrstandort Holzdorf wurde – hing mit der schnelleren Verfügbarkeit eines Hubschraubers der Bundespolizei (Berlin) zusammen. 

Pendelverkehr

Der Hubschrauber flog daraufhin im Pendelverkehr zwischen Brandherd und Elsniger Elbufer hin und her. Nach einem ersten Testflug, der die Löschwasserbetankung direkt in der Elbe zur Folge hatte, war am Elbufer ein großer mobiler Wassertank errichtet worden, um dem Löschwasser ein sogenanntes Netzmittel beimischen zu können, das ein besseres Eindringen des Wassers in den Boden ermöglicht. Mit Hilfe von Drohnen war regelmäßig der Löscherfolg begutachtet worden.

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