Mittwoch, 4. August 2021
Dienstag, 22. Juni 2021

Vom Heidekoch zum Genusskraftwerk

Marcel Gliemann (l.) und Philipp Anders setzen stets auf gute Fleischqualität.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Taura/Belgern. Philipp Anders ist künftig mit Foodtruck und Färber-Logo unterwegs.

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Der Übergang von der Marke „Heidekoch“ zur Marke „Genusskraftwerk“ war fließend. Passend zum selbstverordneten Imagewechsel hat sich der Tauraer Philipp Anders zu Beginn des Jahres ein nimmermüdes Kraftpaket zugelegt, das mit 500000 Kilometern gerade erst eingefahren zu sein scheint. „Der schafft locker noch zwei Millionen Kilometer“, streichelt Anders seinem 3,8 Liter starken Saugdiesel zuversichtlich über die Motorhaube. Einst in Dessau als UPS-Lieferwagen unterwegs, liefert Anders in seinem Foodtruck jetzt reichlich Geschmack und vor allem viel Kochfreude.

Nächsten Schritt gewagt

Wie alles im Leben endete zum Jahreswechsel auch das von Anders seit Jahren mit enormer Qualität unterfütterte „Heidekoch“-Aushängeschild. Das findet sich fortan nur noch in der elterlichen Gaststätte in Taura. „Es war einfach an der Zeit, dass ich den nächsten Schritt wage“, sagt der 32-Jährige. Und bei diesem setzt er bewusst auf einen Partner, dessen Qualität er selbst zu schätzen gelernt hat. Nicht ohne Grund prangt am Heck seines braunen Foodtrucks die Buchstabenkombination „EF“. Emil Färber hat all das, womit Anders bei seiner Kundschaft punkten kann. Ob Färse, Ochse, Bulle oder beispielsweise auch Kalb – regionale Herkunft und Qualität der in Belgern zerlegten Tiere überzeugen den fahrenden Koch. 

Partnerschaft besiegelt

Ein symbolischer Händedruck mit dem seit Beginn des Jahres in Belgern als Geschäftsführer tätigen Marcel Gliemann (46) besiegelte die Partnerschaft, die vor zwei Jahren während des Torgauer Neujahrsempfangs zwischen Ochsenbacke und Krustenbraten ihren Anfang nahm. Gliemann war Gast und Anders kochte. Klar, dass es nicht lang dauerte, bis diese beiden Fleischkenner Tuchfühlung aufnahmen. Sie merkten, dass sie auf gleicher Wellenlänge funkten und wegen ihrer Wertschätzung gegenüber gutem Fleisch auch gemeinsame Genussprojekte möglich sein könnten.  

Regionale Produkte

Nun ist es soweit: Für Gliemann ist die Zusammenarbeit mit Anders auch eine tolle Werbung. „Wir, als letzter verbliebener Schlachthof in Sachsen, setzen auf regionale Produkte“, sagt der Brandenburger. Mit der hippen Foodtruck-Idee mache man zudem ganz andere Käuferschichten auf sich aufmerksam. Dabei betont Gliemann, dass eine hohe Fleischqualität kein unerschwinglicher Luxus sei, gleichwohl aber seinen Preis haben müsse. „Fleisch ist kein Ramschartikel. Es kommt auf die gesamte Wertschätzung und -schöpfung des Tieres an“, betont Gliemann. Beständigkeit durch regionale Partnerschaften seien das, was den Schlachthof gerade auch in der Corona-Zeit ausgezeichnet habe.

Gemeinsam mit Anders hat Gliemann auch ein spezielles Burgerrezept kreiert: Färsenfleich, doppelt gewolft, ist die Basis des sogenannten „Bürgermeisters“. Dieser und viele weitere Kreationen aus der komplett eingerichteten mobilen Küche des „Genusskraftwerks“ sollen deutschlandweit auf Veranstaltungen den Geschmack der Leute treffen. 

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