Mittwoch, 28. Juli 2021
Mittwoch, 30. Juni 2021

"Allein wäre das nie zu stemmen"

Stefan Schieritz Foto: Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

Neiden. Vor genau zwei Wochen war es am „Österreicher“ zum größten Waldbrand in der jüngsten Geschichte der Gemeinde Elsnig gekommen. TZ sprach mit Bürgermeister Stefan Schieritz: 

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Nach dem Großbrand in Beilrode registrierte man dort eine Flut an Rechnungen in der Gemeinde. Ist das  auch Ihre Befürchtung? 

Ich habe im Vorfeld mit Bürgermeistern und Wehrleitern gesprochen, diesbezüglich erst einmal abzuwarten. Die Kripo versucht derzeit, die Brandursache zu ergründen. 

Was ist, wenn kein Verursacher gefunden wird?

Fest steht, dass solche Ereignisse von unseren eigenen Wehren nie und nimmer allein zu stemmen sind. Generell sind wir als kleine Gemeinde kaum in der Lage, so etwas zu händeln und zu finanzieren. Da müssen klare Regelungen her, wie mein Beilroder Amtskollege René Vetter schon gefordert hat. Wir haben in der Gemeinde ein riesiges Areal, nicht zuletzt durch die Munitionsfabrik WASAG, das extrem belastet ist. Auch da müssen genaue Konzepte her. 

Wie sind Sie bei der Brandbekämpfung vorgegangen? 

Nachdem anfangs eine Fläche von 300 Quadratmetern brannte, hat sich das Feuer später auf etwa 4000 Quadratmeter ausdehnt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst legte fest, dass wegen der Munitionsrückstände eine Abstandsfläche von 1 km einzuhalten ist. Wir haben dann überlegt, ob ein Löschpanzer oder ein Hubschrauber eingesetzt wird und uns für den Helikopter der Bundespolizei entschieden. Insgesamt dauerte die Bekämpfung bis Sonntag. Zeitweise waren bis zu 80 Personen von zahlreichen Feuerwehren der Region im Einsatz. 

Hat das Zusammenspiel geklappt? 

Ja hervorragend. Ein großes Lob an alle ehrenamtlichen Kameraden, der Einsatzleitung, dem Kreisbrandmeister Ingo Weger und Bernd Schlobach, dem Landratsamt , Polizei und Bundespolizei, DRK und allen freiwilligen Helfern, die es gemeinschaftlich geschafft haben, den schwierigen Waldbrand zu löschen. Er war harte Arbeit und taktisch eine sehr schwierige Aufgabe. Durch eine gute Zusammenarbeit aller konnte Schlimmeres verhindert werden. Danke auch an Mandy Weiß und ihren Bruder Michael Galla für die Verpflegung. 

Gespräch: Nico Wendt 

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