Freitag, 24. September 2021
Freitag, 2. Juli 2021

Nach Bandscheibenvorfall noch tolle Rennergebnisse erzielt

Moritz Ombodi startete im Einer und Vierer. Foto: TRV

Moritz Ombodi vertrat den Torgauer Ruderverein 
bei der diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaft. Der Torgauer ging gehandicapt in den Wettbewerb.  

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Der Baldeneysee im Süden von Essen war vom 24. bis 27. Juni Austragungsort der diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaft. Unter den 1300 Ruderern war auch Moritz Ombodi vom Torgauer Ruderverein am Start. Für den Torgauer waren es denkbar schlechte Voraussetzungen: Nach seinem Bandscheibenvorfall ist der junge TRV-Athlet erst eineinhalb Monate wieder zurück im Ruderboot, dementsprechend groß ist Ombodis Trainingsdefizit. Seiner Situation bewusst war er trotzdem hoch motiviert und wollte unbedingt an den Start gehen.  Los ging es im Einer mit dem Vorlauf am Donnerstag. Die Taktik hieß voll losfahren und schauen was geht. Um sich für das Halbfinale zu qualifizieren war ein Sieg notwendig. Doch einer der Topfavoriten, ein Ruderer vom Berliner Ruder-Club, war schon nach 1000 m zwei Bootslängen in Führung. Taktisch klug nahm der Torgauer etwas die Kraft raus, um für den Hoffnungslauf zu sparen. 

Etwas später stand zudem das Rennen der Vierer an, bei dem Moritz Ombodi mit seinen sächsischen Trainingskollegen an den Start ging. Auch hier waren die Gegner sehr überlegen. Unter anderem war der Vierer, welcher sich für die Junioren-Weltmeisterschaft qualifiziert hatte, mit im Lauf. Somit dieselbe Taktik wie im Einer, erst einmal mitfahren und dann etwas die Kräfte sparen. Weiter ging es am Freitag mit den Hoffnungsläufen. Für das Halbfinale qualifizierten sich Platz eins und zwei. 

Kopf-an-Kopf-Rennen

Im Einer-Rennen entwickelte sich alsbald ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Moritz Ombodi setzte sich zusammen mit einem Ruderer aus Kiel zügig vom Feld ab. Bis 200 Meter vor dem Ziel waren beide auf einer Höhe. Doch der Kieler zog noch einmal energisch an. Der Torgauer, bei dem die Unterarme „fest gegangen“ waren, konnte hier nicht mehr dagegenhalten. Der sichere 2. Platz bedeutete das angestrebte Halbfinale. 

Im Hoffnungslauf des Vierer-Rennens war es weitaus schwerer, denn mehrere Boote des Vorlaufes waren bedeutend schneller gewesen. Das Team um den Torgauer setzte alles auf eine Karte. Von Anfang an setzten sie sich an die Spitze des Feldes, um die anderen Boote zu kontrollieren. Nur ein Boot konnte da mithalten und im weiteren Rennverlauf in Führung gehen. Am Ende konnte sich Ombodi und seine Mannschaftskollegen den 2. Platz mit über einer Bootslänge Vorsprung sichern. Aufgrund der nur 12 gestarteten Vierer war damit das A-Finale am Sonntag erreicht. Am Samstag stand das Halbfinale im Einer an. Leichter Schiebewind, deshalb noch einmal etwas Feintuning, damit die Unterarme locker bleiben. Das Rennen lief gut, Moritz fühlt den Flow, kann aber im letzten Streckenviertel aufgrund der fehlenden Trainingskilometer nicht mehr mit den zwei Booten aus Essen und Rostock mithalten. Am Ende Platz drei und damit B-Finale. Erstmal folgte Enttäuschung, das A-Finale war das große Ziel. 

Neuntbester Ruderer

Sonntag der große Finaltag: 13.55 Uhr, 26° C die Sonne scheint, wieder leichter Schiebewind. Moritz Ombodi steht motiviert am Start. Das Startsignal ertönt und es geht auf die 2000 m lange Fahrt. Doch diesmal läuft es nicht so richtig: Immer wieder bleibt der Torgauer an den kleinen Wellen hängen. Trotzdem kann er lange mit an der Spitze fahren. Doch wieder reicht es auf den letzten 500 Metern nicht mehr, um die Frequenz noch mal hochzunehmen. Er passiert nach 7:16 Minuten als Dritter die Ziellinie. Erst wieder sehr unzufrieden mit seiner Leistung kommt er nach der Auswertung mit seinen Trainern und Betreuern zu der Einsicht: Er ist der insgesamt neuntbeste Ruderer seiner Altersklassen in ganz Deutschland und dies ist nach seiner verletzungsbedingten Trainingspause nicht schlecht. 

So ging es hoch motiviert zum A-Finale im Vierer. Eine Medaillenchance war nicht zu erwarten, dafür war die Konkurrenz einfach zu stark. Unbeirrt davon gingen die Jungs vom Start an voll mit. Auf den ersten 1000 Metern kämpften sie noch um einen Medaillenplatz mit. Die Medaille vor Augen ärgerten sie die Favoriten. Diesem hohen Tempo mussten sie auf den letzten 500 Meter dann aber Tribut zollen. Nach 5:49 Minuten passierte der erste Vierer die Ziellinie. Der Vierer mit Moritz Ombodi brauchte 17 Sekunden länger und kam als Fünfter ins Ziel. Alles in allem eine gute Standortbestimmung für Moritz und gute Aussichten für die Qualifikationswettkämpfe der begehrten Bundeskaderplätze im Herbst.  TRV/tom

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