Dienstag, 28. September 2021
Sonntag, 4. Juli 2021

Mit Witz, Humor und viel Unterhaltung

Fernando Richter ist ein richtiger Entertainer und versteht es, kleine und große Gäste zu amüsieren. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Döbrichau. Über 100 Besucher kamen am Freitagabend zum ersten Vor-Ort-Treff der TZ-Sommertour in den Reptilienzoo Döbrichau. Sie erlebten ein interessantes Show-Programm von Familie Richter und dem TZ-Team. 

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Als sich kurz nach 16 Uhr am Freitag die Schleusen öffneten und dicke Regentropfen niederprasselten, hatten die meisten Besucher der TZ-Sommertour schon ihre Plätze im Zirkuszelt eingenommen und konnten sich entspannt dem Show-Programm widmen. 

Und hier merkte man, dass Reptilienzoo-Betreiber Fernando Richter, dessen Sohn Francesco (18) und Tochter Joline (12) wahre Unterhaltungsprofis sind. Auf lockere Art und Weise präsentierten sie exotische Tiere, von der Würgeschlange bis zur Echse, und bezogen dabei auch das Publikum ein. Man hätte sogar denken können, dass TZ-Moderatorin Julia Sachse schon länger zum Show-Team gehört. Denn das Frage-Antwort-Spiel klappte perfekt und auch die eine oder andere humorvolle Einlage zeigte bei den über 100 Besuchern im Zelt ihre Wirkung. Die rund eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug und als die Gäste des 1. TZ-Vor-Ort-Treffs danach ins Freie schritten, um den Reptilienzoo zu erkunden, strahlte die Sonne. 

Hinterher zeigte sich nicht nur das TZ-Team bestehend aus Lutz Donath (Organisation/Marketing), Laura Krugenberg (Social Media), Julia Sachse (Moderation) und Nico Wendt (Redaktion) sehr zufrieden. Auch die Reptilienzoo-Betreiber wirkten bei so viel Lob und Zuspruch der Besucher glücklich. Dabei liegen schwere Monate hinter Sandra und Fernando Richter. Die Corona-Pandemie war für die Döbrichauer eine Katastrophe. Mit dem Lockdown fehlten von heute auf morgen die Einnahmen. Keine Besucher mehr, keine Eintrittsgelder. 

Einnahmen fehlten 

Besonders schwierig war die Situation im Dezember vergangenen Jahres. Der gesamte Weihnachtszirkus – mit dessen Erlösen eigentlich das Futter für die Tiere und die Betriebskosten finanziert werden sollten – fiel ins Wasser. Staatliche Hilfen ließen auf sich warten. „Wir hatten bis zur letzten Minute gehofft“, machte Sandra Richter damals deutlich, wie wichtig dieses Standbein mittlerweile ist. Bereits im September begannen die Vorbereitungen. Die fünfköpfige Familie wollte das Publikum nach dem grandiosen Erfolg von 2019 mit einem völlig neuen Programm begeistern und plante zwischen elf und zwölf Vorstellungen. Glücklicherweise gab es zahlreiche Menschen mit Herz, die die Richters mit Spenden unterstützten und ihnen Mut zusprachen. Diese Zuwendungen halfen, auch wenn ihnen die Situation teilweise unangenhem war. „Als Unternehmer sind wir darauf bedacht, immer auf eigenen Füßen zu stehen und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein“, so Sandra Richter. 

Nun blickt man sehr hoffnungsvoll auf die kommenden Wochen und Monate. Gerade die TZ-Sommertour am Freitag zeigte, wie groß das Interesse am Döbrichauer Reptilienzoo ist. Nicht nur aus dem Raum Torgau kommen die Besucher. Manche nehmen weite Entfernungen auf sich, um die Attraktionen zu bewundern. Die Richters haben viel zu bieten. Rund 450 Tiere stehen zur Besichtigung. Darunter Wasserschildkröten, Krokodile, Riesenschlangen, Echsen, Warane, Geckos, Vogelspinnen, Skorpione, Frösche, Insekten, Nandus, Äffchen, Minischweine, Ziegen. Mit der Öffnung ist es jetzt wieder möglich, eine finanzielle Basis aufzubauen. Denn allein die Futter- und Betriebskosten sind enorm. Rund 8000 Euro fallen jeden Monat an für Strom, Wasser, Gas und Futter. 

Auf Tuchfühlung 

Jetzt hoffen die Betreiber auf einen passablen Sommer 2021. Vor allem die Ferienzeit könnte für ordentlich Publikumsverkehr sorgen. Schließlich hat so manche Familie ihren Fernurlaub wegen Corona gestrichen und sucht nun Ausflugsziele in Deutschland. Ein Tag im Reptilienzoo gehört garantiert zu den Höhepunkten. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände sind nicht nur die exotischen kleinen und großen Tiere zu bestaunen, es gibt auch interessante Erklärungen und lehrreiche Einblicke in die artenreiche Welt der Reptilien. Ein besonderes Erlebnis sind die Tierfütterungen. Im Schlangenhaus sind die fünf größten Riesenschlangenarten der Welt beheimatet. Im Streichelzoo können die Besucher auf Tuchfühlung mit bestimmten Arten gehen. Für die kleinen Besucher steht ein großer Spielplatz mit Spielsachen, Kicker und Hüpfburgen zur Verfügung. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. 

Seit Ende Mai hat der Reptilienzoo unter Einhaltung des Hygienekonzeptes mit Abstandsregeln, Tragen von Maske und Kontaktnachverfolgung wieder geöffnet. Zu sehen sind auch die Schildkrötenfütterung und die Krokodilfütterungen. Fernando Richter ließ die schwierige Corona-Zeit auch beim Show-Programm mit der TZ nicht unerwähnt, strahlte aber große Zuversicht aus. „Wir sind sehr glücklich, dass jetzt wieder ein Stück Normalität eintritt“, machte er deutlich.

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