Freitag, 25. Juni 2021
Dienstag, 6. September 2011

LOKALGESCHEHEN

Sparkasse als Vorreiter

Gestern Mittag bekam Gabriele Beyler insgesamt 2000 Euro überreicht.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau (TZ). Das Forschungsprojekt „DDR-Heimerziehung im Spiegel der Sonderakten des Geschlossenen Jugendwerhofs Torgau“ hat mit der Sparkasse Leipzig sowie der Sparkassenversicherung Sachsen prominente Unterstützer bekommen.

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Torgau (TZ). Das Forschungsprojekt „DDR-Heimerziehung im Spiegel der Sonderakten des Geschlossenen Jugendwerhofs Torgau“ hat mit der Sparkasse Leipzig sowie der Sparkassenversicherung Sachsen prominente Unterstützer bekommen. Gestern überreichten Vertreter beider Institutionen jeweils 1000 Euro an Gabriele Beyler, der Vorsitzenden des Trägervereins der Gedenkstätte. Dabei schien die Höhe des Betrags eher zweitrangig.

Vielmehr solle die Aktion nach Angabe von Sparkassen-Vertriebsdirektor Jens Köhler auch andere Unternehmen dazu animieren, sich finanziell an der Aufarbeitung eines wichtigen, wenn auch dunklen Teils der Torgauer Geschichte zu beteiligen. Christian Kücklich und Steven Loth von der Sparkassenversicherung unterstrichen dieses Ansinnen. Jene 2000 Euro fänden nach Aussage von Gabriele Beyler als Druckkostenzuschuss für die Publikation des von der Gerda-Henkel-Stiftung unterstützten Projekts Verwendung.

Landrat Michael Czupalla richtete gestern seinen Dank an die Sparkassenfamilie. Eine derartige Unterstützung werde dringend benötigt. Dass die Aufarbeitung der SED-Heimerziehung nach wie vor einen hohen Stellenwert habe, zeigten nicht zuletzt die vielen Besuche hochrangiger Politiker in der Einrichtung. Bei dem Forschungsprojekt sollen Zeitzeugen-Interviews geführt werden, die die in Akten naturgemäß vereinfachte Wirklichkeit des Heimalltags oder auch der Folgen der Heimerziehung genauer beschreiben. Damit beauftragt ist die wissenschaftliche Mitarbeiterin Laura Hottenrott, die von Berlin aus agiert (TZ berichtete bereits). Mittlerweile haben bereits 40 ehemals Betroffene ihre Mitarbeit angeboten.

Unterdessen sind die ersten Sanierungsarbeiten am ehemaligen Dunkelzellentrakt abgeschlossen. Die Wände wurden trockengelegt. In wenigen Tagen folgen Maler- und Elektrikerarbeiten. Spätestens Ende des Jahres sollen die ersten angemeldeten Führungen angeboten werden können, bestätigte Gabriele Beyler. Bis dahin werden 22 000 Euro in die Bauarbeiten sowie die Außengestaltung geflossen sein. Neben dem Preisgeld in Höhe von 5000 Euro aus einem bundesweiten Demokratiepreis fließen auch 17 000 Euro aus dem Förderprogramm „Denkmale der Friedlichen Revolution“ in das Vorhaben. Im Zuge der Außengestaltung werden unter anderem im ehemaligen Schleusenbereich der Einrichtung drei Info-Stelen errichtet. Ebenso wird ein Großfoto angebracht. Eine Fotostrecke ist ebenso für den Hinterhof geplant.

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