Montag, 17. Mai 2021
Donnerstag, 10. November 2011

LOKALGESCHEHEN

Freude hält sich noch in Grenzen

Gabriele BeylerFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau (TZ). Mit Siegfried Reiprich hat die Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau im Kampf um eine Basisförderung seit Dienstagnachmittag einen wichtigen Unterstützer an ihrer Seite. Reiprich ist Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

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Torgau (TZ). Mit Siegfried Reiprich hat die Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau im Kampf um eine Basisförderung seit Dienstagnachmittag einen wichtigen Unterstützer an ihrer Seite. Reiprich ist Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Die Torgauer Zeitung sprach mit Gabriele Beyler vom Trägerverein der Gedenkstätte über das Hilfsangebot, das Reiprich während seines Besuchs mit dem sächsischen Landesbeauftragten der Stasi-Unterlagenbehörde Lutz Rathenow unterbreitete.

TZ: Wie sehr hat Sie Reiprich mit seiner Aussage überrascht?
Gabriele Beyler:
Wir waren zunächst alle ziemlich überrascht, gleichzeitig natürlich ebenso erfreut, weil nur eine institutionelle Förderung den Fortbestand der Gedenkstätte dauerhaft sichern kann.

Und Sie haben tatsächlich nichts davon gewusst?

Überhaupt nicht. Aber das Vorhaben von Herrn Reiprich, dem Stiftungsrat eine künftige institutionelle Förderung der Gedenkstätte zu empfehlen, sehen wir als klares Zeichen der Unterstützung unserer Arbeit durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Andererseits fragt man sich natürlich, warum erst jetzt – nach fast 15 Jahren.

Welche Bedeutung messen Sie als Vorsitzende des Trägervereins dem Angebot bei?
Zunächst ist das Vorhaben ein erster Schritt in Richtung finanzielle Grundsicherung der Gedenkstätte durch den Freistaat Sachsen. Der Unterschied zur derzeitigen Projektförderung besteht darin, dass mit einer institutionellen Unterstützung der laufende Geschäftsbetrieb und die eigentliche Arbeit finanziert wird. Die Arbeitsweise ist eine völlig andere, da ein fester Etat jährlich zur Verfügung steht. Bei Projektförderung hingegen ist keine Kontinuität und Planung möglich, da jährlich Projektanträge gestellt werden müssen. Man weiß also zum Jahresende nie genau, in welcher Höhe die Projekte für das Folgejahr bewilligt werden.

Siegfried Reiprich hat nun wohl einen Dialog in Gang gesetzt ...

... in dessen Ergebnis bestenfalls der gesicherte Fortbestand der Gedenkstätte stehen kann. Im Übrigen hat eine institutionelle Förderung durch den Freistaat Sachsen auch grundlegende Bedeutung für die weitere Bundesförderung.

Wie geht‘s jetzt weiter?

Zunächst bleibt erst einmal abzuwarten, wie sich der Stiftungsrat zu dem Vorschlag positioniert. Und damit hält sich unsere Freude noch stark in Grenzen.


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