Freitag, 27. Januar 2023
Samstag, 24. November 2012

LOKALGESCHEHEN

"Geschmacklose Kritik"

von unserer Redakteurin Eileen Jack

Torgau (TZ). Nach dem öffentlichen Schlagabtausch hofft  das Unternehmen HIT Holz nach wie vor auf die Erarbeitung gemeinsamer Lösungen und  will sich deswegen einstweilen nicht mehr öffentlich zur Problematik äußern.

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Torgau (TZ). Nach dem öffentlichen Schlagabtausch hofft  das Unternehmen HIT Holz nach wie vor auf die Erarbeitung gemeinsamer Lösungen und  will sich deswegen einstweilen nicht mehr öffentlich zur Problematik äußern. „Nach den Meldungen in der Freitagsausgabe der Torgauer Zeitung kommen unsere Telefone nicht mehr zur Ruhe“, berichten die beiden Geschäftsführer der HIT Torgau Günther Hilmer und Karlheinz Lippmann über das lebhafte Interesse regionaler und überregionaler Medien. Man habe aber entschieden, sich einstweilen nicht mehr öffentlich zu äußern. Grund ist die nach wie vor bestehende Hoffnung, mit der Stadt Torgau und dem Landkreis Nordsachsen zu einem Lösungsweg für die schnelle Inbetriebnahme des zweiten Biomasseheizkraftwerks am Standort zu kommen

Während sich Hilmer und Lippmann bedeckt halten, kritisiert Anwalt Klaus Füßer den nordsächsischen Landrat Michael Czupalla. „Meine Mandanten haben sich gestern nur erklärt, weil sie Kenntnis von den Verlautbarungen des Landkreises und der Stadt bekommen haben, sie das einfach so nicht stehen lassen wollten und konnten“, ergänzt der Leipziger Rechts- und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, der HIT seit der Versiegelung des Kraftwerkes im Frühsommer unterstützt. „Geschmacklos finde ich es freilich schon, wie Herr Landrat Czupalla meint, die Herren Hilmer und Lippmann  kritisieren und als „unfähige“ Geschäftsführer abstempeln zu können. Ich habe sie als zwei überaus erfolgreiche Unternehmer kennengelernt, die in wenigen Jahren gleichsam aus dem Nichts einen nun europaweit bekannten hochmodernen und nachhaltig wirtschaftenden Betrieb mit über 500 Arbeitsplätzen am Standort aufgebaut und mit PROCON einen für die Region extrem interessanten Business-Partner gewonnen haben. Vergleichbare Erfolge sind mir von Herrn Czupalla nicht bekannt und deshalb  fragt sich schon, ob er hier und anderswo die Akzente richtig setzt und sein Haus im Griff hat“, meint Klaus Füßer.

Auch könne im Übrigen keineswegs davon die Rede sein, dass man bei der Behandlung der Sache in den letzten Monaten rechtliche Handlungsspielräume zugunsten einer Unterstützung von HIT wirklich ausgeschöpft habe, so Füßer, der selbst bereits zahlreiche Großprojekte aufseiten der Investoren, Gemeinden wie Genehmigungsbehörden anwaltlich begleitet hat. Er spricht insofern von „Absicherungslogiken“ und „gedanklicher Engführung“. Und diese hätten in der Vergangenheit schon so manches vielversprechende Investitionsprojekt ruiniert.

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