Freitag, 17. September 2021
Montag, 19. August 2013

LOKALGESCHEHEN

"Heedeböcke" glänzten vor heimischer Kulisse

Christian Lehmann (l.), auf dem Weg zum Hakenleiterturm. 15,91 Sekunden benötigte der gebürtige Tauraer bis ganz nach oben. Foto: TZ/Klammt

von unserem Redakteur Martin Klammt

Taura (TZ). Das eigentlich so verschlafene Taura verwandelte sich am Sonnabend zur „Feuerwehrsporthauptstadt“: Zum bereits zweiten Mal gingen im Belgern-Schildauer Ortsteil mehr als 200 Athleten aus vielen Teilen der Bundesrepublik beim Deutschland-Cup an den Start.

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Taura (TZ). Das eigentlich so verschlafene Taura verwandelte sich am Sonnabend zur „Feuerwehrsporthauptstadt“: Zum bereits zweiten Mal gingen im Belgern-Schildauer Ortsteil mehr als 200 Athleten aus vielen Teilen der Bundesrepublik beim Deutschland-Cup an den Start – mit von der Partie waren natürlich auch die „Heedeböcke“, die vom versammelten Dorf, in Form von Anfeuerungsrufen und regem Zuspruch, „Rückenwind“ erhielten.

Monatelang hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Taura auf diesen Tag hingearbeitet, nicht nur sportlich gesehen, sondern auch organisatorisch. „Schon seit Januar liefen die Vorbereitungen hinter den Kulissen – jeder hat mit angepackt“, erzählt der Tauraer Ortswehrleiter, Silvio Elschner. Mit Erfolg: Am Sonnabend ging im kleinen Dorf ein sportliches Großereignis über die Bühne, das so manchen erstaunen ließ. Insgesamt 21 Teams starteten beim Deutschland-Cup des Feuerwehrsports auf dem Sportplatz. Darunter 12 Herren-Mannschaften und 9 Damen-Teams, die beispielsweise beim Löschangriff oder beim 100-Meter-Hindernislauf an den Start gingen. Ein „Höhepunkt“ am Vormittag war im wahrsten Sinne das Hakenleitersteigen. Der Deutsche Meister in dieser Disziplin, Tom Gehlert, war auch mit von der Partie und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einer Topzeit von 14,61 Sekunden sicherte sich der für die Thüringen-Auswahl startende Athlet den Sieg und knackte zudem den derzeitigen Bahnrekord (14,75 Sekunden) auf der Anlage. Den zweiten Platz sicherte sich der Tauraer Christian Lehmann (15,91 Sekunden), der gestärkt durch die Anfeuerungsrufe der zahlreich erschienenen Dorfbewohner, eine grandiose Leistung ablieferte.

In vielen Disziplinen konnten sich die „Heedeböcke“ im vordersten Feld platzieren. Vor allem in der Königsdisziplin, dem Löschangriff, glänzten die Männer und sicherten sich einen zweiten Platz hinter dem Team Lausitz 1. Ärgerlich: Die „Heedeböcke“ und die Mannschaft aus der Lausitzer Region kamen gleichzeitig ins Ziel (22,88 Sekunden). Laut Wettkampfbestimmung wird jedoch  dem zuerst gestartetem Team die vordere Position zugerechnet. Über den weiteren Verlauf des Wettkampftages und die Leistung der eigenen Feuerwehrsportler zeigte sich Silvio Elschner mehr als zufrieden. „Die Rückmeldungen der gestarteten Teilnehmer zeigen uns, dass wir alles richtig gemacht haben. Das ist toll! So eine Veranstaltung ist ein großes Projekt. Besonders stolz sind wir auf die beiden Damen-Teams aus unseren Reihen, die ebenfalls am Start waren und absolut tolle Leistungen erzielten. Ein Dank gilt dem Kreisfeuerwehrverband (KFV), der uns tatkräftig unterstützt sowie allen anderen Helfern. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch des sächsischen Polizeipräsidenten Rainer Kann, der zusammen mit Bürgermeisterin Eike Petzold und dem Vorsitzenden des KFV Torgau-Oschatz, Frank Reichel, die erfolgreichsten Sportler auszeichnete.“

Die allgemeine Organisation des Wettkampfes kam bei den Gästen sehr gut an, besonders Volker Kammel vom Kreisfeuerwehrverband der Sächsischen Schweiz, der als Wettkampfleiter stets den Hakenleiterturm im Blick hatte, lobte die gute Zusammenarbeit untereinander. Gemeinsam mit mehr als 20 anderen Wettkampfrichtern sorgte der Feuerwehrmann dafür, dass die startenden Athleten stets die geltenden Richtlinien einhielten. Hartwig Mühlenhausen, von der Bornaer Feuerwehr, zeigte sich beeindruckt von den „Heedeböcken“: „Das eine kleine Freiwillige Feuerwehr  so eine große Veranstaltung auf die Beine stellen kann, ist wirklich sagenhaft und erstaunlich. Respekt!“ Kein Wunder: Mit der Organisation eines Deutschland-Cups kennen sich die Feuerwehrsportler aus Taura übrigens schon bestens aus – bereits im Jahr 2011 fand eine solche Großveranstaltung auf Bundesebene im beschaulichen Belgern-Schildauer Orteil statt. Auch damals glänzten die „Heedeböcke“ mit guten Platzierungen.

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