Dienstag, 28. September 2021
Dienstag, 1. Oktober 2013

LOKALGESCHEHEN

Auch schon in Norwegen gekickt

Nico Knaubel hat den Part des Fußballtrainers im neuen Schüler-Projekt „Fußball als Spiegel der Gesellschaft“ übernommen. Foto: TZ/Jack

von unserer Redakteurin Eileen Jack

Torgau (TZ). Vor jeder Trainingseinheit nimmt sich Nico Knaubel viel Zeit, spielt im Kopf durch, wie er das Training gestalten könnte, entwickelt ein gewisses Konzept, schreibt es nieder, zeichnet sogar einzelne Skizzen zu verschiedenen Übungen.

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Torgau (TZ). Vor jeder Trainingseinheit nimmt sich Nico Knaubel viel Zeit, spielt im Kopf durch, wie er das Training gestalten könnte, entwickelt ein gewisses Konzept, schreibt es nieder, zeichnet sogar einzelne Skizzen zu verschiedenen Übungen. Trotz dieser präzisen und intensiven Vorbereitung ist jede Trainingseinheit wieder eine neue Herausforderung, eine spannende Aufgabe, der sich der 33-Jährige gern stellt. Der junge Mann hat vor Kurzem die Verantwortung für den sportlichen, den fußballerischen Part im neuen Projekt des Europäischen Bildungswerks mit dem Titel „Fußball als Spiegel der Gesellschaft“ (TZ berichtete) übernommen.

Seine Fußballerfahrung prädestinierte den Mitarbeiter des Kreissportbunds geradezu für diese ehrenamtliche Tätigkeit. Bereits im Alter von zwölf Jahren besuchte er eine Sportschule mit Internat in Leipzig, spielte in der D-Jugend des VfB Leipzig Fußball. Hier absolvierte er schließlich alle Altersklassen bis zur U23. „Nach der zweiten Insolvenz des Vereins bin ich gegangen“, erzählt Nico Knaubel im Gespräch mit der Torgauer Zeitung. Sein Weg führte ihn in Richtung Eilenburg, wo er ab 2001 in der 4. Liga kickte und 2004 sogar aufstieg. Dann absolvierte er im Rahmen seines Sportstudiums ein halbjährliches Praktikum in Norwegen beim Erstligaverein Brann Bergen. „Dort habe ich mir das Nachwuchsprogramm angesehen und auch in der 3. Liga Fußball gespielt, eine komplette Rückrunde“, sagt Nico Knaubel. Zurück in Deutschland schnürte er fortan seine Fußballschuhe für den FV Bad Düben und fand seinen Weg zum Kreissportbund.

Während seines Sportstudiums hatte der junge Mann die Trainerlizenzen C und B erworben. Die A-Lizenz holte er sich im vergangenen Jahr. Mit dieser ist er berechtigt, alle Mannschaften bis zu den Profis zu trainieren – bei den Männern bis zur Regionalliga, bei den Frauen sogar bis zur Bundesliga. Doch aktuell ist Nico Knaubel Co-Trainer bei der U16-Mannschaft von RB Leipzig. Bereits seit vier Jahren stellt der junge Mann sein Wissen und Können in den Dienst des Leipziger Vereins. Im ersten Jahr trainierte der die U23-Mannschaft, im zweiten und dritten Jahr das U16-Team. Aufgrund seiner Arbeit trat er jetzt ein wenig kürzer und fungiert wie bereits erwähnt nur noch als Co.
Umso interessanter war für den 33-Jährigen das neue Projekt des Europäischen Bildungswerks in Torgau mit dem Titel „Fußball als Spiegel der Gesellschaft“. Weil hier der Kreissportbund als Unterstützer auftritt, übernahm Nico Knaubel, wie eingangs erwähnt, den Part des Trainers. Zwei sportliche Einheiten leitet er pro Woche. Am Montag zum Beispiel geht es mehr um den Fußball als solches. Es wird in erster Linie gekickt. Mittwochs geht es dann um die Bewegung, den Spaß am Sport.

„Hier sollen die Teilnehmer sich zum Beispiel auch mal in die Rolle des Trainers versetzen und die Übungseinheit aus seiner Sicht betrachten. Sie sollen das Training mitgestalten“, sagt Nico Knaubel. Das Schwierigste an seiner neuen Aufgabe ist die Tatsache, dass die Jugendlichen fußballerisch vollkommen verschiedene Erfahrungen mitbringen. Auch die alterstechnischen und körperlichen Unterschiede machen es nicht unbedingt einfacher, die Trainingseinheiten so zu gestalten, dass am Ende alle Spaß haben, sowohl der Fußballeinsteiger als auch der eingefleischte Kicker, der 18-jährige Abiturient, aber auch der Siebtklässler aus der Oberschule. Knaubels Interesse am Projekt wurde vor allem durch die ganzheitliche Betrachtungsweise geweckt, sprich Fußball, Sport im Allgemeinen und die Medien verschmelzen zu lassen und so 66 ganz verschiedene jugendliche Charaktere unter einen Hut zu bringen und für ein gemeinsames Projekt, ein gemeinsames Ziel zu begeistern.

Fakt ist, Nico Knaubel will trotz seiner Erfahrungen nicht das Training von RB Leipzig nach Torgau bringen. „Das dort ist Leistungssport. Hier aber geht es ausschließlich darum, Freude an der Bewegung und am Fußball zu entwickeln“, erklärt er. Deshalb will er mit den Teilnehmern nicht nur Fußball trainieren und spielen. Vielmehr wird es auch viele Übungen im koordinatorischen Bereich geben. Bewegungen sollen kombiniert werden, um die Reaktionsschnelligkeit zu fördern. Das Projekt soll den Jugendlichen etwas geben, dass sie auch für die Zukunft, egal ob im Sport oder im Schulalltag, verwenden können. Dieses Ziel hat sich Nico Knaubel gesetzt und mit ihm das gesamte Projektteam, angefangen von Grit Blume, Leiterin des Europäischen Bildungswerkes in Torgau, über den Theoretiker Florian Liebetrau bis hin zum „Erfinder“ des Projekts, Helmut Brenner.

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