Sonntag, 27. November 2022
Donnerstag, 3. Juli 2014

LOKALGESCHEHEN

"Das Essen steht im Kühlschrank"

Gabriele Beyler, Juliane Thieme, Elisabeth Kohlhaas und Torsten Alf sprachen am Dienstag in der Gedenkstätte Jugendwerkhof über Details des anstehenden Geschichtscamps.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau/Leipzig. Das dritte sächsische Geschichtscamp vom 23. bis 27. September wirft seine Schatten voraus: Ganz im Zeichen der friedlichen Revolution stehend werden auch in diesem Jahr geschichtsbegeisterte Schüler aus ganz Sachsen erwartet.

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Torgau/Leipzig. Das dritte sächsische Geschichtscamp vom 23. bis 27. September wirft seine Schatten voraus: Ganz im Zeichen der friedlichen Revolution stehend werden auch in diesem Jahr geschichtsbegeisterte Schüler aus ganz Sachsen erwartet. Das von der Behörde für die Stasi-Unterlagen in Leipzig ausgerichtete Camp steht unter dem Motto „Essen steht im Kühlschrank, sind zur Montagsdemo. Herbst ’89 – mutige Schritte in die Freiheit“.

Kooperationspartner ist die Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau, die auf die guten Erfahrungen des letzten Jahres aufbauen kann. Bei einem Vorbereitungstreffen am Dienstag in der Torgauer Gedenkstätte wurde bekannt, dass erstmals auch sieben Schüler aus den alten Bundesländern dabei sein werden. Als Preisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten erhalten sie die Möglichkeit, sich mit dem Wende-Thema auseinanderzusetzen. Anlässlich des 25. Jahrestags der friedlichen Revolution wurde die Teilnehmerzahl auf 40 Schüler, die Dauer des Camps um einen Tag erweitert. Noch bis zu  Beginn der Sommerferien können sich Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 für die viertägige Veranstaltung anmelden. Die Gedenkstätte hofft, dass sich in diesem Jahr vielleicht auch Torgauer Schüler für das Camp interessieren.

In neun Workshops werden sich die Jungen und Mädchen mit verschiedenen Schwerpunkten beschäftigen. Die Zeit im Vorfeld solle nach Angabe der Leipzigerin Elisabeth Kohlhaas – sie ist gemeinsam mit Projektmitarbeiterin Juliane Thieme mit den Vorbereitungen betraut – ebenso beleuchtet werden wie die Rolle der Umweltbewegung sowie die der Kirche.
Die BStU-Außenstelle Leipzig ermöglicht den Schülern auch Einblicke in und die Auseinandersetzung mit Stasi-Akten. So wird sich ein Workshop beispielsweise mit der Sprache der Stasi beschäftigen.

In der Leipziger „Runden Ecke“, ehemals Sitz der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, erhalten die Teilnehmer Einblicke in Akten über Opfer, befassen sich mit Tätern und führen Gespräche mit Zeitzeugen und Experten. Die praktische Arbeit in Workshops mit kleiner Teilnehmerzahl soll anregen, eigene Projekte zur friedlichen Revolution zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was geschah im Herbst ’89 in Leipzig? Warum interessierte sich die Stasi für Schüler? Gibt es stille Helden der friedlichen Revolution? Die Schüler haben in den Workshops die Möglichkeit, mit Filmkamera und Tonbandgerät zu arbeiten, denn es werden unter professioneller Anleitung ein Dokumentarfilm und eine Audioreportage entstehen.
Anmeldung per E-Mail unter: thomas.mueller@smk.sachsen.de

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