Sonntag, 5. Dezember 2021
Montag, 14. Juli 2014

LOKALGESCHEHEN

KAP rettet Schülerbetreuung

Die Beilroder Schulsozialarbeiterin Antje Schmidt (hier mit Sechstklässlern bei der Vorbeitung zur Kinderrechte-Wahl in der vergangenen Woche) wird ab dem kommenden Jahr beim KAP Torgau angestellt sein.

von unserem Redakteur Christian Wendt

Beilrode/Torgau. Der Kinderschutzbund Torgau könnte möglicherweise Ende des kommenden Jahres Geschichte sein: Gelingt es nicht, bis zum Herbst 2015 eine neue Vorstandsriege auf die Beine zu stellen, gäbe es keinen Verein mehr.

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Beilrode/Torgau. Der Kinderschutzbund Torgau könnte möglicherweise Ende des kommenden Jahres Geschichte sein: Gelingt es nicht, bis zum Herbst 2015 eine neue Vorstandsriege auf die Beine zu stellen, gäbe es keinen Verein mehr. In Reinhard Dalbergs Worten schwang in der vergangenen Woche deutlich Wehmut mit. Mehr als 14 Jahre lang hatte es der Verein beispielsweise verstanden, trotz großer finanzieller Probleme bei der Fachkraftförderung des Landkreises, an der Beilroder Oberschule eine Schulsozialarbeiterstelle zu halten. Und genau diese wird zum 1. Januar 2015 in die Hände des Kulturellen Aktionsprojekts (KAP) Torgau übergehen. Gemeinsam mit dem nordsächsischen Jugendamt sei hier eine sehr schnelle Lösung gefunden worden, bestätigte KAP-Geschäftsführer Uwe Narkunat. Das KAP ist bereits Träger einer Schulsozialarbeiterstelle an der Torgauer Katharina-von-Bora-Oberschule. Diese wird von Anja Kohlbach (ehemals E-Werk Oschatz) bekleidet. Gemeinsam mit Friederike Krause, der Leiterin des Jugendzentrums kap.uze, verfüge man nach Angabe Narkunats dann über drei Sozialpädagogen – ein Umstand, der auf Synergien hoffen ließe.

An der Abgabe der Beilroder Schulsozialarbeiterstelle wird beim Kinderschutzbund definitiv nicht mehr gerüttelt. Indes hat Reinhard Dalberg die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass der Verein auch über das Jahr 2015 hinaus Bestand haben wird. „Wir bemühen uns sehr, Kandidaten zu finden“, sagte Dalberg. Hilfe erhoffe man sich in Torgau auch durch den  Landesverband. „Vielleicht klappt es ja und wir finden Leute“, drückte er seine Hoffnung aus. Eine Unterstützung sowie Einarbeitung sei langfristig gewährleistet.

Bereits am 20. Dezember 2013 hatte die Torgauer Zeitung vermeldet, dass hinter Brit Gruhne, der Vorsitzenden des Kinderschutzbundes Torgau, und deren engsten Mitstreitern mehrere schlaflose Nächte gelegen hätten. Schon damals ging es um die Zukunft des Vereins, der sich in den zurückliegenden Jahren zu einem wertvollen Partner hinsichtlich der Vermittlung von Lebenskompetenz bei Schülern erwiesen hat. Neben der Schulsozialarbeit an der Oberschule in Beilrode, ist der Verein an den Grundschulen in und um Torgau unter anderem mit Schulassistenten/Schulbegleitern aktiv. Auf Koordinator Reinhard Dalberg entfällt dabei eine Schlüsselrolle. Doch Alter und gesundheitliche Probleme hätten ihn schon 2013 an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gebracht. Dalberg bestätigte gegenüber der Torgauer Zeitung nochmals, dass er Ende des kommenden Jahres aus eben jenen Gründen sein Amt niederlegen werde.

Interessenten können sich unter der Nummer 03421 737650 oder per E-Mail unter kinderschutzbund-torgau@web.de melden.

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