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Mittwoch, 22. April 2015

LOKALGESCHEHEN

DIZ eröffnet am Freitag Sonderausstellung "Torgau 1945 -Ein Kriegsende in Europa"

Wehrmachtgefängnis Torgau-Fort Zinna nach der Befreiung durch amerikanische Truppen. Die verbliebenen Gefangenen hatten eine Rot-Kreuz-Fahne gehisst. Torgau, am 25. oder 26. April 1945. Foto: Archiv DIZ Torgau, StSG

PI

Torgau. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes lädt das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau am Freitag, dem 24. April, um 15 Uhr zur Eröffnung der Sonderausstellung „Torgau 1945 – Ein Kriegsende in Europa“ ein.

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Torgau. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes lädt das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau am Freitag, dem 24. April, um 15 Uhr zur Eröffnung der Sonderausstellung „Torgau 1945 – Ein Kriegsende in Europa“ ein. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Elbe-Begegnung beendete damals  die Rolle Torgaus als Zentrale des Wehrmachtstrafsystems. Im Zweiten Weltkrieg hatte hier neben zwei Militärgefängnissen auch das Reichskriegsgericht seinen Sitz. Die Ausstellung veranschaulicht das historische Zusammentreffen im Kontext der allgemeinen Kriegssituation und der Lage in der Stadt Torgau kurz vor Kriegsende 1945. Bekannte Fotos, wie etwa Allan Jacksons nachgestellter symbolischer Händedruck amerikanischer und sowjetischer Soldaten auf der Elbbrücke, aber auch weniger bekannte Aufnahmen werden in Großformaten zu sehen sein. Darunter sind die Bilder von André Levacher, ein französischer Gefangener, der am 25. April 1945 aus dem Torgauer Wehrmachtgefängnis Fort Zinna befreit wurde, und auch die von Paul Staub, der als Mitglied der Robertson-Patrouille authentische Fotos der Begegnung machte.

Bei der historischen Begegnung waren keine Torgauer zugegen. Die Stadt war fast menschenleer, weil die Einwohner sie Mitte April verlassen mussten. In den umliegenden Orten fanden sie meist bei Verwandten Unterkunft und der Krieg ging dort für sie zu Ende. In einem gemeinsamen Projekt mit dem DIZ Torgau gingen im Schuljahr 2014/15 Schüler der Oberschule Nordwest Torgau der Frage nach, wie und wo – an wel- chen Orten und in welchen Ländern – ihre eigenen Familien oder die von Freunden und Bekannten das Kriegsende erlebten. Auch Schüler mit Migrationshintergrund beteiligten sich und recherchierten in ihren Herkunftsländern. Obwohl es 70 Jahre nach den Ereignissen für Schüler gar nicht so einfach ist, fanden sie viel heraus. Ein Teil der Ergebnisse wird als Ergänzung der Sonderausstellung gezeigt und das Projekt zur Ausstellungseröffnung von den Schülern selbst vorgestellt. Die Projektidee wurde mit einen Sonderpreis des Programms LernStadtMuseum des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus ausgezeichnet. Auch Schüler des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau sind während einer Projektwoche mit dem DIZ Torgau auf Spurensuche zum Kriegsende an der Elbe gegangen und berichten über ihre Eindrücke.

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