Montag, 25. Oktober 2021
Dienstag, 5. April 2011

LOKALGESCHEHEN

Sonderausstellung im DIZ Torgau

Befreite Soldaten vor dem geöffneten Tor im Hof des Wehrmachtgefängnisses.Foto: © Archiv DIZ Torgau

Von Julia Zimmermann, DIZ Torgau

Torgau (TZ). Zum diesjährigen Elbe Day zeigt das Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Torgau im Schloss Hartenfels ab Freitag, dem 15. April, eine Sonderausstellung zur Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten an der Elbe.

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Torgau (TZ). Zum diesjährigen Elbe Day zeigt das Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Torgau im Schloss Hartenfels ab Freitag, dem 15. April, eine Sonderausstellung zur Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten an der Elbe. Diese Begegnung beendete die Rolle Torgaus als Zentrale des Wehrmachtsstrafsystems. Im Zweiten Weltkrieg hatte hier neben zwei Militärgefängnissen auch das Reichskriegsgericht seinen Sitz.

Die Ausstellung veranschaulicht das historische Zusammentreffen im Kontext der allgemeinen Kriegssituation und der Lage in der Stadt Torgau kurz vor Kriegsende 1945. Als britische Kriegsgefangene einer amerikanischen Aufklärungspatrouille am 25. April bei Sitzenroda mitteilten, dass in Torgau viele alliierte Soldaten in einem deutschen Militärgefängnis inhaftiert seien, änderte diese Patrouille entgegen den Befehlen ihre Route. Leutnant Bill Robertson fuhr mit seinen drei Männern im Jeep nach Torgau. Sie fanden das Wehrmachtgefängnis Fort Zinna und erfuhren, dass sowjetische Truppen bereits am östlichen Elbufer stünden. Für die verbliebenen Gefangenen brachten diese vier Amerikaner Gewissheit über die Kriegslage – und die Freiheit. Kurz danach kam es zu dem unverhofften Zusammentreffen auf den Trümmern der Torgauer Elbbrücke.

In der Ausstellung werden diese Ereignisse ebenso dokumentiert wie die Gespräche auf Kommandeursebene in den darauf folgenden Tagen und die Feierlichkeiten der alliierten Soldaten in Torgau. Auch der Neubeginn in der zunächst von Amerikanern und Sowjets gemeinsam verwalteten Stadt wird dargestellt. Bekannte Fotos, wie etwa Allan Jacksons nachgestellter symbolischer Händedruck alliierter Soldaten auf der Elbbrücke, aber auch weniger bekannte Aufnahmen werden in Großformaten zu sehen sein. Darunter sind die Bilder von André Levacher – einem französischen Gefangenen, der am 25. April 1945 aus dem Torgauer Wehrmachtgefängnis Fort Zinna befreit wurde –  oder die von Paul Staub, der als Mitglied der Robertson-Patrouille authentische Fotos der Begegnung machte.
Die Ausstellung wird bis zum 15. Mai gezeigt und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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