Mittwoch, 8. Dezember 2021
Donnerstag, 24. April 2014

LOKALGESCHEHEN

Sonderausstellung zum Elbe Day

Amerikanische Soldaten und befreite Gefangene vor dem Eingang des Wehrmachtgefängnisses Fort Zinna, vermutlich am 25. April 1945. Foto: Archiv DIZ Torgau, StSG

Pressemitteilung

Torgau (TZ). Das Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Torgau zeigt auch um den Elbe Day eine Sonderausstellung zur Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten an der Elbe. Die Ausstellung „Torgau 1945 – Ein Kriegsende in Europa“ ist noch bis zum 9. Juni im Schloss Hartenfels zu sehen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Torgau (TZ). Das Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Torgau zeigt auch um den Elbe Day eine Sonderausstellung zur Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten an der Elbe. Die Ausstellung „Torgau 1945 – Ein Kriegsende in Europa“ ist noch bis zum 9. Juni im Schloss Hartenfels zu sehen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Elbe-Begegnung beendete die Rolle Torgaus als Zentrale des Wehrmachtstrafsystems. Im Zweiten Weltkrieg hatte hier neben zwei Militärgefängnissen auch das Reichskriegsgericht seinen Sitz. Die Ausstellung veranschaulicht das historische Zusammentreffen im Kontext der allgemeinen Kriegssituation und der Lage in der Stadt Torgau kurz vor Kriegsende 1945.

Als britische Kriegsgefangene einer amerikanischen Aufklärungspatrouille am 25. April bei Sitzenroda mitteilten, dass in Torgau viele alliierte Soldaten in einem deutschen Militärgefängnis inhaftiert seien, änderte diese Patrouille entgegen den Befehlen ihre Route. Leutnant Bill Robertson fuhr mit seinen drei Männern im Jeep nach Torgau. Sie fanden das Wehrmachtgefängnis Fort Zinna und erfuhren, dass sowjetische Truppen bereits am östlichen Elbufer stünden. Für die verbliebenen Gefangenen brachten diese vier Amerikaner Gewissheit über die Kriegslage – und die Freiheit. Kurz danach kam es zu dem unverhofften Zusammentreffen auf den Trümmern der Torgauer Elbbrücke. In der Ausstellung werden diese Ereignisse ebenso dokumentiert wie die Gespräche auf Kommandeursebene in den darauffolgenden Tagen und die Feierlichkeiten der alliierten Soldaten in Torgau. Auch der Neubeginn in der zunächst von Amerikanern und Sowjets gemeinsam verwalteten Stadt wird dargestellt.

Bekannte Fotos, wie etwa Allan Jacksons nachgestellter symbolischer Händedruck alliierter Soldaten auf der Elbbrücke, aber auch weniger bekannte Aufnahmen werden in Großformaten zu sehen sein. Darunter sind die Bilder von André Levacher – einem französischen Gefangenen, der am 25. April 1945 aus dem Torgauer Wehrmachtgefängnis Fort Zinna befreit wurde – oder die von Paul Staub, der als Mitglied der Robertson-Patrouille authentische Fotos der Begegnung machte.

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