Mittwoch, 25. Mai 2022
Donnerstag, 6. November 2014

LOKALGESCHEHEN

Koreaner will in Torgau Speisepilze züchten

Foto: TZ

von unserer Redakteurin Eileen Jack

Torgau. 120 neue Arbeitsplätze könnten in absehbarer Zeit im Gewerbegebiet Nordstraße in Torgau entstehen – bei einem asiatischen Pilzzüchter. Seit gut einem Jahr verhandelt Oberbürgermeisterin Andrea Staude bereits mit Koreas größtem Unternehmer dieser Branche. Der hat jetzt einen Optionsvertrag für eine Fläche von zehn Hektar im besagten Gewerbegebiet unterzeichnet, will sich tatsächlich in Torgau niederlassen, eine Fabrik errichten und Kulturpilze züchten. Entstanden ist der Kontakt zwischen Torgau und dem Koreaner bei einem Besuch einer Investorengruppe im vergangenen Jahr.

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Torgau. 120 neue Arbeitsplätze könnten in absehbarer Zeit im Gewerbegebiet Nordstraße in Torgau entstehen – bei einem asiatischen Pilzzüchter. Seit gut einem Jahr verhandelt Oberbürgermeisterin Andrea Staude bereits mit Koreas größtem Unternehmer dieser Branche. Der hat jetzt einen Optionsvertrag für eine Fläche von zehn Hektar im besagten Gewerbegebiet unterzeichnet, will sich tatsächlich in Torgau niederlassen, eine Fabrik errichten und Kulturpilze züchten. Entstanden ist der Kontakt zwischen Torgau und dem Koreaner bei einem Besuch einer Investorengruppe im vergangenen Jahr. Die Landesbausparkasse Sachsen hatte ein Treffen in der Großen Kreisstadt organisiert. Und die zeigte sich von ihrer besten Seite, was großes Interesse beim Investor hervorrief. Seitdem herrscht regelmäßiger Kontakt. Im September besuchte schließlich Andrea Staude den Investor in seiner Heimat, sah sich dort dessen Arbeit und die Fabriken an.„Wir haben uns noch einmal intensiv unterhalten und er bestätigte mir seine Ernsthaftigkeit gegenüber dem Projekt in Torgau“, erzählt die Oberbürgermeisterin.

Sie lud ihn schließlich auf einen Gegenbesuch ein. 14 Tage später schlug der koreanische Pilzzüchter gemeinsam mit seinem chinesischen Vertriebspartner – ebenfalls ein großer Pilzzüchter in seinem Land – in Torgau auf. Letzterer sucht laut Andrea Staude bereits seit Längerem nach einem geeigneten Unternehmensstandort in Europa. „Schon am zweiten Abend bestätigten uns die beiden Unternehmer, wie sehr sie an einer Ansiedlung in Torgau interessiert sind“, sagt die Oberbürgermeisterin, nutzte die Chance, zeigte den Investoren mögliche Standorte für die Pilz-Fabriken und machte so Nägel mit Köpfen. Im Rahmen eines gemeinsamen Termins am Abend bei der Landesbank im Leipzig war bereits alles klar. Andrea Staude bot den Investoren einen Optionsvertrag auf das von ihnen auserkorene Grundstück an. Die griffen zu. Inzwischen ist der Vertrag unterzeichnet. Jetzt wird an den notwendigen Papieren für den Notar gearbeitet. Stadt und Landkreis haben noch einige Hausaufgaben, die sie in den nächsten Wochen schnellstmöglich erledigen wollen und werden. Das sagte auch Landrat Michael Czupalla in dieser Woche zu. Er lobte die Oberbürgermeisterin für ihren Einsatz und ihr Verhandlungsgeschick.

„Was sie hier innerhalb eines Jahres geschafft hat, ist ausgezeichnete Arbeit und verdient großen Respekt“, so der Landrat gegenüber der Torgauer Zeitung. Beide „Regierungschefs“ sind gleichermaßen begeistert wie überzeugt vom Vorhaben des koreanischen Investors, in Torgau eine Fabrik im Wert von knapp 30 Millionen Euro bauen zu wollen, um damit ein zentrales europaweites Vertriebsnetz zu schaffen. Insgesamt plant der Unternehmer für Europa voraussichtlich zehn Fabriken. Torgau selbst könnte dann die europäische Zentrale werden. Durchschnittlich zehn Tonnen Pilze pro Tag sollen in der geplanten Fabrik in der Großen Kreisstadt künftig geerntet werden, und das sieben Tage in der Woche. Oberbürgermeisterin Andrea Staude erhofft sich von der Ansiedlung aber weit mehr als die angekündigten 120 Arbeitsplätze, baut auf deren Strahlkraft auch auf andere Unternehmen aus dem asiatischen Raum. Dafür aber müssten auch die Standortfaktoren in Torgau stimmen. Ein Ausbau der B 87 sei in diesem Zusammenhang also einmal mehr unabdingbar, waren sich Staude und Czupalla im Gespräch mit der Torgauer Zeitung einig.

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