Montag, 30. November 2020
Samstag, 19. November 2016

LOKALGESCHEHEN

Welt-AIDS-Tag wirft seine Schatten voraus

Pressemitteilung/seb

Torgau. Mit Blick auf den Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember informiert das Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen, dass sowohl Beratungsgespräche zu diesen Themen als auch ein kostenfreier und anonymer HIV-Antikörpertest möglich sind. Einschränkung zu den Kosten:  Die entstehen, wenn eine Bescheinigung ausgestellt werden muss, der Test also nicht mehr als anonym gilt.

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Torgau. Mit Blick auf den Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember informiert das Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen, dass sowohl Beratungsgespräche zu diesen Themen als auch ein kostenfreier und anonymer HIV-Antikörpertest möglich sind. Einschränkung zu den Kosten:  Die entstehen, wenn eine Bescheinigung ausgestellt werden muss, der Test also nicht mehr als anonym gilt. Kontaktdaten für die entsprechenden Ansprechpartner im Amt finden Sie am Ende des Beitrags.

Die AIDS-Epidemie begann in den 1980- Jahren. Es existierten massive Ängste bezüglich einer unbeherrschbaren Ausbreitung der tödlichen Krankheit. In der Regel wurden Prostitution, Homosexualität und Drogenkonsum von der Gesellschaft moralisch abgewertet. Die Betroffenen wurden häufig diskriminiert und gemobbt, da viele behaupteten, dass sie sich ausschließlich durch Eigenverschulden mit dem HI-Virus infiziert hätten.
Wie viele HIV-positive Menschen in Nordsachsen leben ist nicht erfasst, sagte Kreissprecher Rayk Bergner und begründete dies mit den in der Regel anonym und damit nicht regional zugeordneten Testverfahren.

Die Lebenserwartung der in Deutschland circa 85 000 mit dem HI-Virus lebenden Menschen unterscheidet sich aufgrund der fortschrittlichen Pharmazeutika heutzutage kaum noch von der Allgemeinbevölkerung. Sie könnten mit der Infektion jeden Beruf ausüben und haben keine Einschränkungen in ihrer Freizeitgestaltung. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung und Therapie des HI-Virus ist der Ausbruch des Vollbildes AIDS abwendbar und die Ansteckungsgefahr beim Geschlechtsverkehr ohne die Verwendung eines Kondoms sehr gering. Somit ist normalerweise die Lebensqualität und – Erwartung mit HIV nahezu ähnlich.
Allerdings leiden noch heute viele Betroffene unter Diskriminierung aufgrund von Vorurteilen und oftmals unbegründeter Ängste vor einer Infektion. Sie werden ausgegrenzt, beleidigt oder erfahren sogar physische Gewalt. Folglich trauen sie sich häufig nicht, ihrem sozialen Umfeld von ihrer Diagnose zu berichten und isolieren sich teilweise von der Gesellschaft. Dies belastet sie psychisch sehr. Vereinzelt kommt es sogar reaktiv zu Depressionen. 

Zum Abbau von gesellschaftlichen Vorurteilen und Ängsten und zur Sensibilisierung für einen respektvollen Umgang mit den Betroffenen ist daraufhin eine intensive Aufklärung in Bezug auf die Thematiken HIV und AIDS wichtig. Diese Aspekte sind auch die primäre Intention des jährlich stattfindenden Welt-AIDS Tages am 1. Dezember. In Deutschland wird die Kampagne vorrangig durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Deutschen AIDS-Hilfe e.V.  sowie der Deutschen AIDS-Stiftung organisiert.

Kontaktadresse Torgau
Christiane Eiselt
Gesundheitsamt
Südring 17, 04860 Torgau
Telefon: 03421 758-6414
Mail:
christiane.eiselt@lra-nordsachsen.de
Sprechzeit: dienstags, 16 bis 18 Uhr

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