Sonntag, 24. Januar 2021
Freitag, 18. Februar 2011

LOKALGESCHEHEN

"So weit waren wir bislang noch nie"

Geschäftsführer Frank Geithner. Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Trossin/Dommitzsch (TZ). Über die Abwasserproblematik in der Gemeinde Trossin sprach TZ mit Frank Geithner, Geschäftsführer des AZV in Dommitzsch:
TZ: Ist es richtig, dass das Abwasserbeseitigungskonzept beschlossen ist?

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Trossin/Dommitzsch (TZ/nw). Über die Abwasserproblematik in der Gemeinde Trossin sprach TZ mit Frank Geithner, Geschäftsführer des AZV in Dommitzsch:

TZ: Ist es richtig, dass das Abwasserbeseitigungskonzept beschlossen ist?
F. Geithner:
Ja, seit dieser Woche ist es offiziell. Schon Mitte Dezember hatte die Verbandsversammlung das Papier einstimmig abgesegnet. Die Gemeinde Trossin erteilte ihre Zustimmung allerdings unter Vorbehalt. Diesen haben die Trossiner Räte nun wahrgenommen.

Heißt konkret ...?
In Trossin sollen die Grundstücke der Dahlenberger Straße, Pechhüttenweg und die Falkenberger Straße direkt an eine neu zu errichtende Kläranlage am Trossiner Bach angeschlossen werden. Dazu sind Kanalabschnitte neu zu bauen oder zu sanieren. Die Grundstücke mit privaten oder öffentlichen Gruppenlösungen der Dommitzscher Allee, Unter den Linden, Zehntberg und Roitzscher Straße sind dauerhaft aus der Überlassungspflicht zu entlassen.

Was muss man sich denn darunter vorstellen?
Nichts anderes als dass sie künftig eigene private Gruppenlösungen betreiben und das Abwasser auf ihren Grundstücken versickern lassen. Alle übrigen Grundstücke in Trossin werden ebenfalls dauerhaft dezentral entsorgt. Eine Benutzung der vorhandenen öffentlichen Kanäle findet nicht mehr statt.

Das bedeutet, dass ein Teil der Grundstücke in Trossin eine zentrale Abwasserentsorgung erhält. Dafür müssen also Anschlussbeiträge gezahlt werden oder?
Richtig, im Gegensatz dazu müssen aber die anderen Geld für Kleinkläranlagen oder Gruppenlösungen aufbringen. Es war den Trossiner Räten wichtig, schon vorhandene Kanäle wie in der Dahlenberger Straße mit einzubeziehen. Damit entfällt ein großer Teil der Investitionsumlage an den Zweckverband, die die Gemeinde hätte aufbringen müssen. Denn nun kann der AZV die Refinanzierung über Beiträge abdecken. Zudem bestand die Gefahr, dass für die in den 90er-Jahren errichteten Kanäle Fördermittel zurückgezahlt werden müssen. 

Sind diese Kanäle nicht überdimensioniert, weil man damals mit mehr Anschlussteilnehmern rechnete?
Nein, in der Dahlenberger Straße bis zum Bach sind 300er-Kanäle verlegt, danach sogar nur 250er. Ich sehe hier keine Probleme. Bei 600er-Leitungen wäre es sicher kritisch geworden.

Welche Lösung gibt es für Roitzsch?
In Roitzsch soll nur die vorhandene öffentliche Gruppenlösung „Am Dommitzscher Weg“ im gegenwärtigen Umfang weiterhin öffentlich betrieben werden. Die alte Kläranlage ist an den Stand der Technik und den wasserrechtlichen Anforderungen anzupassen, was einem Neubau entspricht. Alle übrigen Grundstücke werden dauerhaft dezentral entsorgt. Das vorhandene öffentliche Kanalnetz wird auch hier nicht mehr genutzt. In Falkenberg bleibt die bisherige öffentliche semizentrale Lösung bestehen. Das Klärwerk ist umfassend zu erneuern und auch Kanalabschnitte sind bei Bedarf zu sanieren. Die Ortsteile Gniebitz, Hachemühle und Pechhütte Falkenberg bleiben dauerhaft dezentral.

Fehlt noch die Ortslage Dahlenberg!
Hier wird nur der Bereich der bisher öffentlich betriebenen Gruppenlösung „Am Volksgut oben“ weiterhin öffentlich betrieben und der Anschluss- und Benutzungszwang im vollen Umfang ausgeführt. Die alte Kläranlage ist zu erneuern bzw. es ist ein neues Klärwerk zu bauen. Alle übrigen Grundstücke werden dezentral entsorgt – ohne Nutzung des vorhandenen öffentlichen Kanalnetzes. Die Ortsteile Hachemühle, Am Stausee, Försterei Spitze und Pleckmühle bleiben dauerhaft dezentral.

Ist das Abwasserproblem nun gelöst?
Der Beschluss ist die eine Seite, der Vollzug die andere. Ich sehe schon noch Schwierigkeiten, wenn die Bürger das Ganze umsetzen müssen. Es ist ja eine bunte Mischung aus vielen Varianten. Auf jeden Fall waren wir bislang noch nie so weit. Zwar steht die Stellungnahme der Behörden noch aus, aber mit größeren Beanstandungen ist nicht mehr zu rechnen. Die Realisierung der Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich soll bis 31. Dezember 2012 erfolgen.

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