Samstag, 13. August 2022
Montag, 30. November 2009

LOKALSPORT

Gleich mehrere Gründe zum Feiern gehabt

Lisa Heinrich vom Reitverein Taura mit ihrem Pferd „Isando“ in Aktion. Foto: TZ/N. Wendt

Edith Bieck

Reitsport (TZ). Im Dezember 1999 wurde der Reitverein „Rittergut Adelwitz“ mit neun Mitgliedern gegründet. Zehn Jahre später sind 18 volljährige sowie 20 Kinder und jugendliche Mitglieder im Verein aktiv. Diese stattliche Zahl ist ein Grund zum Feiern, also lud – nunmehr schon zum  9. Male – der Reitverein „Rittergut Adelwitz“ zum traditionellen Reiterwettkampf nach Ostelbien.

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Reitsport (TZ). Im Dezember 1999 wurde der Reitverein „Rittergut Adelwitz“ mit neun Mitgliedern gegründet. Zehn Jahre später sind 18 volljährige sowie 20 Kinder und jugendliche Mitglieder im Verein aktiv. Diese stattliche Zahl ist ein Grund zum Feiern, also lud – nunmehr schon zum  9. Male – der Reitverein „Rittergut Adelwitz“ zum traditionellen Reiterwettkampf nach Ostelbien. 

Damals im November 2000 war die Einweihung der Reithalle zum Anlass genommen worden, Reiterfreunde aus nah und fern mit Freunden und Familienangehörigen zum Besichtigen und Feiern zu bitten und dabei reitsportliches Können zu zeigen. In den folgenden Jahren wurde vor allem darauf Wert gelegt, dem Nachwuchs Gelegenheit zu geben, sein Können vor Publikum zu zeigen und Turnieratmosphäre zu schnuppern. Dieser reitsportliche Wettkampf wurde mit einer Ausnahme jedes Jahr durchgeführt. Viele Reiterfreunde kamen und kommen regelmäßig, um sich zu testen. In diesem Jahr gab es einen weiteren erfreulichen Anlass zum Feiern: die Einweihung eines zweiten Stalls, der im Sommer aus einer alten Scheune umgebaut wurde. Zahlreiche Gäste ließen es sich nicht nehmen, das Ergebnis der vielen Mühen zu besichtigen und ein bisschen Turnieratmosphäre zu genießen.

Vormittags kämpften wie jedes Jahr die jungen Dressurreiter um Lorbeeren in Reitwettbewerben der Klassen E und A. In der Klasse E wurde in zwei Abteilungen gewertet. Erste Plätze belegten Lisa Heinrich auf „Isando“ vom RV Taura und Laura Schmager mit „Lomee“ vom RV Prettin. Die Reiter vom „Rittergut Adelwitz“ belegten zweite bis fünfte Plätze. Die A-Dressur gewann Hendrik Burghardt auf „Rasputin“ vom gastgebenden Reitverein. Auch der zweite und dritte Platz wurde von Sportlerinnen des Reitvereins „Rittergut Adelwitz“ erkämpft.
Zwischen den Dressurwettbewerben der E- und A-Klasse wurde ein einfacher Reiter-Wettbewerb ausgetragen. Dieser wird von jungen Reitern bestritten, die ein Pferd schon ohne Hilfe in den Grundgangarten vorstellen und einfache Dressurlektionen in einer kleinen Abteilung auf Kommando ausführen können. Dabei wird vor allem die Einwirkung des Reiters auf sein Pferd bewertet. Den Wettkampf gewann Philipp Müller-Schönau auf „Venus“ vom Reitverein „Rittergut Adelwitz“.

In der Mittagspause wurde feierlich der neue Stall eingeweiht. Anerkennende Worte für den Einsatz aller an Planung und Umsetzung des Projekts Beteiligten sprach der Vorsitzende des Ostelbienvereins, Holger Reinboth, aus. Ines Burghardt vom Reiterhof Adelwitz bedankte sich für das Engagement der vielen Helfer, wie der Vertreterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, Elfie Werner, der Bauverantwortlichen der Gemeinde Arzberg, Frau Soldner, dem Bürgermeister Hartmut Krieg, dem Architekten, Herrn Kummer, den am Bau beteiligten Handwerker und anderen zahlreichen Gästen. Nach einer Führung durch den neuen Stall zeigten die Voltigierer des Reitvereins „Rittergut Adelwitz“, wie gut sie inzwischen schon sind. Viele Wettkampferfolge gehen in diesem Jahr auf ihr Konto. Eine jüngere und eine schon fortgeschrittene Gruppe zeigten waghalsige Übungen, die mit viel Beifall belohnt wurden. Danach ging es mit den Springwettbewerben der Klassen E und A weiter. Das E-Springen wurde ebenfalls in zwei Abteilungen durchgeführt, um durch eine Altersstaffelung eine bessere Vergleichbarkeit der Leistungen zu erhalten. Den spannenden Wettkampf gewannen die erst dreizehnjährige Lisa Heinrich vom RV Taura auf „Isando“ und Lena Hermann vom Arkadienhof Brandis auf „Jojo“.

In der danach folgenden Führzügelklasse kämpften die jüngsten Reiter um den ersten Platz. Diese zeigen die Lektionen auf dem Pferd mit sichernder Unterstützung durch eine mitlaufende Hilfsperson, die das Pferd an einem Zügel führt, ohne in den Ablauf der in Schritt und Trab abgeforderten Lektionen einzugreifen. Den Sieg trug Alya Villwock auf „Fee“ vom RV Schirmenitz davon. Der spannende Wettkampftag  fand sein Ende mit der Springprüfung der Klasse A. Er wurde in zwei Umläufen ausgetragen, die denen verbissen um den Sieg geritten wurde. Zahlreiche Zuschauer fieberten mit und freuten sich mit Martin Scharf vom RV Börln auf „Happy Porter“ über den Sieg. Dietmar Heinrich vom RV „Rittergut Adelwitz“ belegte mit „Florian“ mit ebenfalls zwei Null-Fehler-Ritten einen verdienten dritten Platz.

Kurzinterview:
Adelwitz
(TZ). Über die Einweihung des neuen Pferdestalls sprach TZ mit Investor Wolfram  Hoh vom gleichnamigen Dressur- und Ausbildungsstall:
TZ: Der neue Stall wird also jetzt in Betrieb genommen – oder?
W. Hoh:
Er ist schon seit Anfang November in Betrieb. Heute (am Samstag d. Red) erfolgte lediglich die offizielle Einweihung.
Wie lange dauerte die Bauzeit und wie hoch waren die Kosten?
Wir haben im Juli angefangen und die Arbeiten konnten Ende Oktober abgeschlossen werden. Die Kosten beliefen sich auf rund 100 000 Euro.

Wie steht es mit der Kapazität?
Wir haben 18 Stallplätze zur Verfügung. Das war vorher ein Problem, dass wir nicht genug Stallplätze zur Verfügung hatten. Das Objekt wird ja als Pensionsstall genutzt, das heißt, es herrscht ein Kommen und Gehen. Im Winter ist der Bedarf besonders hoch, im Sommer in der Weidezeit weniger. Die Pferde stammen von überall her, von Adelwitz bis zur Schweiz, von Brandenburg, Sachsen-Anhalt bis Torgau.
Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit des Dressur- und Ausbildungsstalls mit dem Adelwitzer Reitverein?
Es besteht eine sehr gute Zusammenarbeit. Viele unserer Pferdesportler sind im Verein organisiert.

Wer konnte zur Einweihung alles begrüßt werden?
Das waren unter anderem Geschäftspartner, Freunde, Handwerker, Firmen, Vertreter der Gemeinde, des Ostelbienvereins, Frau Langbein – die das Grundstück an uns verkauft hat – und Dr. Kramer, der das Ganze erst angeregt hat.
Gespräch: Nico Wendt

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