Sonntag, 14. August 2022
Montag, 2. Januar 2012

LOKALGESCHEHEN

Klärwerk geht mit höchster Wahrscheinlichkeit in private Hände

Das Belgeraner Klärwerk soll ab dem Sommer wahrscheinlich in private Hände gehen. Die Gebühren sollen sich dadurch aber nicht erhöhen. Foto: TZ/Archiv

Belgern (TZ). Schätzungsweise bis zum Sommer des kommenden Jahres werde es noch dauern, bis das Klärwerk in Belgern in private Hände gehen wird. Das prognostizierte der Bürgermeister Harald Thomas auf konkrete Anfrage der Torgauer Zeitung.

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Belgern (TZ). Schätzungsweise bis zum Sommer des kommenden Jahres werde es noch dauern, bis das Klärwerk in Belgern in private Hände gehen wird. Das prognostizierte der Bürgermeister Harald Thomas auf konkrete Anfrage der Torgauer Zeitung. Grundvoraussetzung dazu ist jedoch die Zustimmung des Belgeraner Stadtrates. Thomas geht jedoch davon aus, dass die Verwaltung diese bekommen wird.
Unlängst wurde außerdem bekannt gegeben, dass die Abwassergebühren der Rolandstadt weiterhin konstant bleiben.

„Wir haben auch viel dafür getan“, so das Stadtoberhaupt. Denn das die Gebühren weiterhin so stabil bleiben, ist dank der sinkenden Menge des Abwassers und wegen stetig steigender Kosten nicht selbstverständlich. „Rationalisierungsmaßnahmen und früher getätigte Investitionen in die Technik zahlen sich jetzt jedoch aus. Wir sparen beispielsweise Energiekosten“, sagt Harald Thomas. Sollte das Klärwerk dann tatsächlich einen privaten Betreiber bekommen, dann müssen sich die Bürger der Rolandstadt jedoch nicht auf höhere Kosten einstellen. Grund – es soll vertraglich so geregelt sein, dass die Gebühren sich nicht erhöhen werden. „Sobald der Stadtrat seine Zustimmung erteilt hat, geht die Ausschreibung, die jetzt schon vorbereitet ist, raus. Mehrere Betreiber haben sich bereits gemeldet und ihr Interesse bekundet“, wie der Bürgermeister versichert.

Dass die Verwaltung die Zustimmung erteilt bekommen wird, scheint fast schon sicher, denn viele Stadträte stehen hinter dieser Idee. So auch Andreas Haase von der Feuerwehr: „Dadurch, dass wir das Klärwerk nicht komplett in private Hände geben, haben wir selbst noch Sicherheiten, den Überblick und die Kontrolle über das Abwasser“, nennt er einen positiven Aspekt des Betreibermodells. So wird Belgern beispielsweise weiterhin alle Kanäle und Pumpstationen betreiben und bei einigen Entscheidungen ein Mitspracherecht haben. Gleicher Meinung wie Haase ist auch die Stadträtin Gerlinde Hille (CDU). Sie stimmt dem Betreibermodell zu, wenn wirklich gesichert werden kann, dass sich die Gebühren für das Abwasser nicht erhöhen werden. Klaus-Dieter Tuschla, FDP-Stadtrat in Belgern, hält die Privatisierung für einen wichtigen Schritt für die Stadt: „Das gibt uns mehr Sicherheit, weil wir nicht mehr für alles haften müssen, wie abweichende Werte zum Beispiel.“

Wie das Betreibermodell funktionieren wird, dass stellte die „OEWA Wasser und Abwasser GmbH“ unlängst während einer Sitzung vor. Ob sie jedoch den Zuschlag für die Betreibung des Werks erhalten wird, ist unklar. „Das hängt ganz von den Angeboten der interessierten Unternehmen ab“, so Harald Thomas.

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